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Bayern-Manager erinnert Kahn an Vertrag

München (dpa) - Die Verantwortlichen des FC Bayern München haben auf die Wechsel-Ambitionen von Kapitän Oliver Kahn genervt und zurückhaltend reagiert. Manager Uli Hoeneß verwies den Fußball-Nationaltorhüter auf seinen langfristigen Vertrag.

München (dpa) - Die Verantwortlichen des FC Bayern München haben auf die Wechsel-Ambitionen von Kapitän Oliver Kahn genervt und zurückhaltend reagiert. Manager Uli Hoeneß verwies den Fußball-Nationaltorhüter auf seinen langfristigen Vertrag.

«Wenn Kahn ein Problem hat, muss er mit uns reden, nicht mit der Presse. Im Übrigen soll er mal in seinen Vertrag hineinschauen - der läuft bis 2006», sagte Hoeneß der «Süddeutschen Zeitung» und dem «kicker». Bayerns Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge ließ auf dpa-Anfrage ausrichten, er äußere sich nicht zu Personalfragen.

Somit hat bislang keiner der Bayern-Verantwortlichen wie früher immer darauf beharrt, dass Kahn «unverkäuflich» sei. Auch Präsident Franz Beckenbauer wollte sich auf Anfrage nicht konkret äußern; er verwies auf die Zuständigkeit des Vorstandes in Vertragsangelegenheiten. Der 34-jährige Torhüter, der im Lager der deutschen Nationalmannschaft in Winden im Elztal mit Überlegungen zu einem Wechsel ins Ausland überrascht hatte, spielt seit zehn Jahren für den FC Bayern und gilt dort als der bestbezahlte Profi.

Auch der neue Bayern-Trainer Felix Magath war von den Kahn-Äußerungen überrascht worden. «Das ist kein Thema für mich. Warum soll ich mir darüber Gedanken machen? Ich gehe davon aus, dass Oliver Kahn auch in der kommenden Saison im Tor des FC Bayern München steht», hatte Magath erklärt.

In Münchner Medien wird bereits Timo Hildebrand vom VfB Stuttgart als möglicher Kahn-Nachfolger gehandelt. Magath dementierte gegenüber der Münchner «Abendzeitung» Spekulationen, wonach er selbst in seiner Eigenschaft als Teammanager in Stuttgart am Scheitern der VfB - Verhandlungen über eine Vertragsverlängerung Hildebrands beteiligt gewesen sein soll. «Moment mal! Nicht ich habe den Vertrag von Timo Hildebrand nicht verlängert - sondern der VfB-Vorstand hat das nicht getan. Der Vorstand hat die letzten Gespräche mit Timo geführt - und da kam es zu keiner Einigung», sagte Magath. Seit vergangenen November sei er «an der Angelegenheit Hildebrand nicht mehr beteiligt» gewesen.

Unterdessen könnten die Bayern bei der Verpflichtung ihres Wunschkandidaten Torsten Frings von Borussia Dortmund nach dem Abschluss mit dem Leverkusener Lucio womöglich schon bald Vollzug melden. «Kommt die entsprechende Ablöse auf den Tisch, kann die Personalie schnell über die Bühne gehen», sagte BVB-Manager Michael Meier der «Bild»-Zeitung. Mit dem Spieler sind sich die Münchner bereits seit längerem einig, die Borussia jedoch wollte Frings bislang nicht ziehen lassen.

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