Bayern muss in die Qualifikation
Leverkusen schon vor dem Finale Sieger

Der Geschäftsführer von Bayer Leverkusen, Wolfgang Holzhäuser, ließ vor dem Champions-League-Endspiel in Glasgow gegen Real Madrid Stolz auf Geleistetes erkennen.

dpa GLASGOW. Wolfgang Holzhäuser brachte es auf den Punkt: "Es ist unsere klare Auffassung, dass wir schon vor diesem Finale Sieger sind." "Wir haben uns in sechs Jahren fünf Mal für die Königsklasse qualifiziert." Und hier befinden sich die Bayer-Profis 2002/2003 zusammen mit dem deutschen Meister Borussia Dortmund in höchst illustrer Gesellschaft.

Ein Auszug aus der Liste der Qualifizierten ist ein Who is Who des europäischen Top-Fußballs: FC Valencia, Deportivo La Coruna, Juventus Turin, AS Rom, Arsenal London, FC Liverpool, Ajax Amsterdam, PSV Eindhoven, Olympique Lyon, RC Lens, Galatasaray Istanbul, Olympiakos Piräus, Spartak Moskau. Einen Vereinsnamen sprach Holzhäuser zwar nicht aus, aber im Hinterkopf hatte er ihn bestimmt: Bayern München. Der im Viertelfinale an den "königlichen" Madrilenen gescheiterte deutsche Rekord-Titelträger muss als Bundesliga-Dritter in die 3. Qualifikationsrunde (13./14. und 27./28. August).

Nach den Regeln der Europäischen Fußball-Union Uefa sind der Titelverteidiger, die Meister der Verbände 1 bis 9 der so genannten Fünf-Jahres-Wertung und die Vize-Meister aus den Verbänden 1 bis 6 - insgesamt 16 Teams - gesetzt. Weil England in dieser Klassifikation im Jahr 2001 an Deutschland auf Platz 3 vorbei zog, büßte die Bundesliga ihr Anrecht auf Maximalbesetzung (2 Feststarter Champions League, 2 Qualifikationsplätze, 2 Uefa-Pokal-Plätze sowie der nationale Pokalsieger) ein, der Bundesliga-Vierte schaut in die Röhre. Frühestens 2004 kann Deutschland diesen Platz zurück gewinnen.

Nachdem die Champions League mit der Saison 1999/2000 auf 32 Teams aufgestockt wurde, ist der Modus kompliziert geworden, "obwohl er im Prinzip gelungen ist", wie Holzhäuser befindet. In der 1. Qualifikationsrunde (17. und 24. Juli) müssen die Meister der Verbände ab Platz 27 der Fünf-Jahres-Wertung ran. 11 Sieger plus 11 Meister der Verbände von Platz 16 bis 26 plus 6 "Vize" der Verbände von Platz 10 bis 15 bestreiten Runde 2 (31. Juli und 7. August). 14 Zweitrunden-Gewinner plus 18 weitere Clubs aus "besseren" Verbänden - diesmal mit den Bayern - nehmen Runde 3 auf.

Deren 16 Sieger und die 16 "Gesetzten" bestreiten vom 17./18. September bis 12./13. November die erste Gruppenphase (8 Gruppen, 4 Mannschaften, jeder gegen jeden, Hin- und Rückspiel). Der Erst- und Zweitplatzierte kommen in die Zwischenrunde (4 Gruppen, 4 Mannschaften, jeder gegen jeden, Hin- und Rückspiel) vom 26./27. November bis 18./19. März 2003. Die Gruppensieger und-zweiten sind für das Viertelfinale (8./9. sowie 22./23. April) qualifiziert. Der Weg ins Endspiel am 28. Mai 2003 in Manchester führt über das Halbfinale (6./7. sowie 13./14. Mai).

"Über die Zwischenrunde könnte man streiten", meinte Holzhäuser mit einem Anklang von Kritik am großen Spiel ums große Geld: 482,92 Millionen Euro wurden in dieser Saison an Prämien ausgeschüttet, aufgestockt werden soll laut dem Bayer-Geschäftsführer nicht. "Doch in unserem Fall hat man gesehen, wie interessant auch die zweite Gruppenphase sein kann." Ganz eng war's, Bayer gelang mit zwei Siegen gegen La Coruna und dem Heim-Triumph über Juventus Turin sowie einem Unentschieden gegen Arsenal London trotz der Niederlagen in Turin (0:4) und London (1:4) die Qualifikation für die Runde der besten 8.

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