Bayern siegen im Münchner Derby
Stuttgart baut Führung aus

Der VfB Stuttgart hat nach dem 13. Spieltag der Fußball-Bundesliga seine Spitzenposition ausgebaut. Werder Bremen verdrängte Bayer Leverkusen vom zweiten Platz.

HB BERLIN. Der VfB Stuttgart ist nach dem 13. Spieltag der Fußball-Bundesliga seinen Verfolgern enteilt. Die Mannschaft von Trainer Felix Magath kam zu einem mühsamen 3:1 (1:0)-Erfolg über Hannover 96. Die Schwaben profitierten zugleich von dem Punktverlust des bisherigen Tabellenzweiten Bayer Leverkusen beim 2:2 bei Borussia Dortmund.

Durch das Remis des Werksteams zog Werder Bremen nach dem sicheren 3:1 (2:0)-Sieg über den VfL Bochum an Leverkusen vorbei. Anschluss an das Spitzentrio fand Bayern München. Der Titelverteidiger gewann zum siebten Mal in Folge das Münchner Derby gegen 1860 München (1:0).

Einen Frühstart erwischten die Gastgeber vor 35.000 Zuschauern im Bremer Weserstadion. Mit einem gefühlvollen Heber überwand Ailton den niederländischen Torhüter Rein van Duijnhoven bereits nach sechs Minuten. Und acht Minuten später legte der Brasilianer nach. Nach einer schönen Kombination über Johan Micoud und Ivan Klasnic schoss der nach der Saison zum FC Schalke 04 wechselnde Stürmer van Duijnhoven durch die Beine.

Knapp fünf Minuten nach dem Seitenwechsel machte Ailton dann alles klar. Nachdem Fabian Ernst im Strafraum gefoult worden war, verwandelte der Stürmer den Elfmeter sicher. Der Ehrentreffer von Frank Fahrenhorst 14 Minuten vor dem Ende gefährdete den Bremer Erfolg nicht mehr. Rekordmeister Bayern baute seine Siegsserie im Münchner Derby aus. Zum siebten Mal in Folge gewannen die «Roten» gegen die «Blauen» von 1860. In einer hart umkämpften, aber keineswegs hochklassigen Partie brachte Roy Makaay mit seinem siebten Saisontreffer die Gäste nach 34 Minuten auf die Siegstraße.

Auch nach dem Seitenwechsel blieb die Partie niveauarm. So waren zwei Platzverweise nach einer Stunde die ersten Höhepunkte der zweiten Halbzeit. Andreas Görlitz wurde nach einem Foul an Hasan Salihamidzic ebenso vom Platz geschickt wie der Gefoulte selbst. Laut Schiedsrichter Herbert Fandel sollte der bosnische Nationalspieler nachgetreten haben.

Vor 83.000 Zuschauer im ausverkauften Westfalenstadion war zunächst Leverkusen die agilere Mannschaft. Allerdings versäumte es das Team von Trainer Klaus Augenthaler, aus den Chancen Kapital zu schlagen. Um so überraschender kam Dortmund auf. Nachwuchsstar Salvatore Gambino sorgte mit einem Doppelpack innerhalb von drei Minuten (29. und 32.) für eine 2:0-Führung. Doch weitere drei Minuten später schaffte Oliver Neuville den Anschluss (35.).

Auch nach der Halbzeitpause setzte sich die rassige Partie fort. Zunächst erarbeitete sich Leverkusen die besseren Chancen, doch Dortmund wurde stärker und hätte durch Jan Koller innerhalb von wenigen Minuten eine Vorentscheidung erzielen können. Doch der tschechische Nationalspieler scheiterte an Torhüter Hans-Jörg Butt (62.) und an der Latte (67.).

Dagegen kam Leverkusen wieder auf. Zwar agierten die Gäste nach dem Platzverweis gegen Diego Placente (75.) zwar nur noch zu zehnt, doch der eingewechselte Marko Babic erzielte zwei Minuten später den verdienten Ausgleich.

Die Gastgeber mussten einen frühen Schock verdauen. Schon nach 13 Minuten erzielte Joris van Hout nach einer Ecke den ersten Treffer für die Gladbacher. Kurz darauf hätte Joonas Kolkka die große Chance, die Führung auszubauen. Doch sein Heber kullerte knapp am Wolfsburger Tor vorbei. Erst danach legten die Wolfsburger die Nervosität ab und kamen in der 32. Minute durch Stephan Schnoor zum Ausgleich.

Nach dem Seitenwechsel drückte Wolfsburg auf den Führungstreffer. Allein Fernando Baiano besaß vier hochkarätige Chancen, die er allesamt vergab. Dafür überraschte Arie van Lent die Wolfsburger Abwehr zur erneuten Führung für die Gäste (68.). Kolkka sorgte dann mit seinem ersten Bundesligatreffer (77.) auch für den ersten sieg der Gladbacher unter dem neuen Trainer Holger Fach.

Der VfB Stuttgart benötigte einige Zeit, um den Rhythmus zu finden. So dauerte es eine halbe Stunde, ehe die Gastgeber die erste große Chance verzeichneten konnten. Doch Imre Szabics nutzte auch gleich die Flanke von Philipp Lahm zum 1:0.

Nach dem Seitenwechsel verlor die Partie weiter an Schwung. Zwölf Minuten vor dem Ende beruhigte zwar der zweite Stuttgarter Treffer durch Silvio Meißner den Anhang, doch der eingewechselte Thomas Brdaric hielt mit dem Anschlusstreffer in der 81. Minute die Begegnung bis zum Ende spannend. In der Schlussminute aber sorgte erneut Meißner für klare Verhältnisse.

Auch im zweiten Spiel unter dem neuen Trainer Marcel Koller wartet der 1. FC Köln auf einen Sieg. Zwar waren die Hausherren die bestimmende Mannschaft, doch die ansonsten lethargisch wirkenden Hamburger kamen durch Sergej Barbarez kurz vor der Halbzeitpause (42.) zur glücklichen Führung.

Der FC Schalke 04 muss weiter auf den dritten Heimsieg warten. Trotz eines zumeist überlegen geführten Spiels kassierten die besonders in der Abwehr stark ersatzgeschwächten Hausherren das Tor. Rostocks Neuzugang Razundara Tjikuzu überwand in der 53. Minute Schalkes Torhüter Frank Rost.

FCK-Trainer hat sich noch nicht festgelgt, ob er Thomas Hengen oder Steffen Freund spielen lässt. Beide zusammen geht jedenfalls nicht; das zumindest war die Erkenntnis aus der 0:4-Pleite in Rostock gewesen, bei der ein vernünftiges Offensivspiel kaum zustande gekommen war. Ansonsten gilt für Mannschaft und Trainer weiterhin die Bewährungsprobe bis zur Winterpause. Sehnlichst herbeigewünscht wird der einzige Führungsspieler beim FCK: Sforza benötigt nach seinem Achillessehnenabriss aber noch einige Wochen Zeit zur Genesung.

Hertha BSC kann wieder auf Weltmeister Luizao zurückgreifen. Der Brasilianer hat eine Lebensmittelvergiftung auskuriert. Und auch U21-Nationalspieler Alexander Madlung, der unter der Woche in der Türkei nicht spielte, hat eine Halswirbelblockade überstanden und kann spielen. Dafür ist der Brasilianer Marcelinho wegen seiner Rot-Sperre für dieses und auch noch das nächste Spiel gesperrt. Auch Andreas Neuendorf ist nach seinen Rückenproblemen erst seit Mittwoch wieder im Mannschaftstraining und wird wohl noch nicht spielen können. Die Berliner und ihr Trainer Huub Stevens wollen trotzdem zumindest ein Unentschieden erreichen.

Letzte Saison noch, in der Zweiten Liga, verlor der SC Freiburg sein Heismpiel gegen die Frankfurter mit 0:2. Kaum vorstellbar, dass es zu einer Wiederholung kommt. Zu Bundesliga-untauglich präsentierten sich die Hessen in dieser Saison bisher. Zudem zeigten sich die Freiburger bisher äußerst heimstark, vier Siege stehen zuhause bisher zu Buche, nur einmal verlor man.

Und Frankfurts Trainer Willi Reimann kann im Angriff zu allem Übel nur zwischen Beierle und Cha wählen, denn Frommer fällt nach seinem am Dienstag erlittenen kleinen Muskelfaserriss im Oberschenkel aus.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%