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Bayern-Spitze fordert Tore - Premiere für Advocaat

Bayern Münchens Vereinsführung ist nach zwei Niederlagen der Startruppe mit ihrer Geduld am Ende. „Es wird Zeit, dass wir wieder gewinnen. Gegen Hannover 96 müssen wir damit beginnen“, forderte der Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge vor dem 12. Spieltag.

dpa DÜSSELDORF. Bayern Münchens Vereinsführung ist nach zwei Niederlagen der Startruppe mit ihrer Geduld am Ende. "Es wird Zeit, dass wir wieder gewinnen. Gegen Hannover 96 müssen wir damit beginnen", forderte der Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge vor dem 12. Spieltag.

Cheftrainer Felix Magath ist fest überzeugt, nach dem 0:1 in der Champions League gegen Juventus Turin und dem 0:2 in Gladbach ein Erfolgserlebnis liefern zu können: "Die Spieler müssen ihre ganze Wut und Enttäuschung reinlegen, das muss Hannover zu spüren bekommen."

Die Niedersachsen haben zwar in den 15 bisherigen Gastspielen an der Isar nie gewonnen und nur zwei Unentschieden erreicht, liegen aber nach fünf Siegen hintereinander punktgleich vor dem Rekordmeister auf Platz vier. Entsprechend selbstbewusst wollen die 96er auftreten. "Bayern ist zwar die Spitze des deutsche Fußballs, aber unter dem Strich spielen elf gegen elf, und in unserem Sport ist nichts unmöglich", sagte Trainer Ewald Lienen.

Das denken sich die Profis von Tabellenführer VfL Wolfsburg schon länger. Mit einem Sieg beim 1. FC Nürnberg wollen sie den ersten Schritt tun, um an der Spitze zu überwintern. "Wir wollen gewinnen und die letzten sechs Spieltage bis Weihnachten oben bleiben", kündigte VfL-Torjäger Martin Petrow an, der mit seinem Team auf Ex- Coach Wolfgang Wolf trifft. "Ich freue mich auf die Jungs und traue ihnen zu, um die Meisterschaft zu spielen", meinte der Club-Trainer vor dem Wiedersehen.

Auf Rückenwind durch das 3:0 im Uefa-Cup gegen Benfica Lissabon hofft der VfB Stuttgart. "Wenn wir jetzt auch gegen Hansa Rostock gewinnen, dann sind wir wieder im richtigen Fahrwasser", hofft Trainer Matthias Sammer vor dem Heimspiel gegen den Tabellen-18., warnt aber: "Wir müssen weiter wach sein, denn gerade nach so einem Spiel ist die Gefahr groß, dass man in der Konzentration wieder etwas nachlässt."

Meister Werder Bremen will nach der 5:1-Champions-League-Gala gegen den RSC Anderlecht auch bei Hertha BSC ein Fußball-Fest feiern. "Wenn wir an diese Leistung anknüpfen, bin ich sicher, dass wir in Berlin erfolgreich sein werden", meinte Coach Thomas Schaaf. Allerdings schöpft auch Hertha Hoffnung aus dem letzten Erfolgserlebnis vor heimischer Kulisse gegen Leverkusen (3:1). "Mit einer ähnlichen Einstellung haben wir gute Chancen", erklärte Manager Dieter Hoeneß.

In der Partie zwischen dem Hamburger SV und Schalke 04 treffen zwei Teams aufeinander, die durch Trainerwechsel im Aufwind sind. "Wir haben einen tollen Lauf", sagte Lincoln, der im Uefa-Cup-Spiel bei Heart of Midlothian den Siegtreffer schoss. Unter Ralf Rangnick blieben die "Königsblauen" in acht Partien ungeschlagen, der HSV mit Thomas Doll drei Mal. "Wir können mit breiter Brust in unser Wohnzimmer einlaufen und wollen den Aufwärtstrend fortsetzen", kündigte Doll an.

Auf einen ähnlichen Effekt hofft Borussia Mönchengladbach. Mit dem Altmeister will der frühere niederländische Nationaltrainer Dick Advocaat, der im Spiel bei Mainz 05 seine Bundesliga-Premiere feiert, zunächst aus der Abstiegsregion und langfristig auf europäisches Niveau kommen. "Wir müssen schnell positive Ergebnisse erzielen", forderte Advocaat, "mit zwei Siegen steigt man unter die besten Sieben auf." Die Mainzer pfeifen personell aus dem letzten Loch, lassen sich durch den renommierten Trainer aber nicht ins Bockshorn jagen. "Wenn sie Ruud van Nistelrooy verpflichtet hätten, müsste ich mir mehr Gedanken machen", meinte 05-Coach Jürgen Klopp.

Keine Entwarnung gibt Borussia Dortmunds Trainer Bert van Marwijk nach den letzten zwei Bundesliga-Siegen. "Wir dürfen dennoch nicht in Euphorie verfallen. Für uns geht es weiter ums Überleben", sagte der Niederländer vor der Partie bei Arminia Bielefeld. Dies gilt noch stärker für den SC Freiburg, der in zuletzt sechs Bundesliga-Treffen fünf Mal verlor. "Es gibt auch wieder bessere Zeiten", tröstete sich Trainer Volker Finke vor dem Gastspiel des Vorletzten in Leverkusen.

Keinen Persilschein erhielt Trainer Kurt Jara von Kaiserslauterns Vorstandsvorsitzendem René C Jäggi vor dem Abstiegsduell beim VfL Bochum. "Die Trainerdiskussion ist bis zur Winterpause erledigt", meinte Jäggi. Beim Ruhrgebiets-Verein gibt es die um Coach Peter Neururer noch nicht, obwohl Bochum bisher erst ein Heimspiel gewann. "Ich bin mir zu 99 Prozent sicher, dass wir gewinnen", kündigte VfL- Stürmer und Ex-Lauterer Vratislav Lokvenc an.

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