Bayern-Trainer macht offenbar doch keine Werbung für Hypo-Vereinsbank
Hoeneß: Hitzfeld zieht bei Finanzberatung zurück

Ottmar Hitzfeld, Trainer des Deutschen Fußballmeisters Bayern München, wird wohl doch nicht für die Hypo-Vereinsbank werben. "Ich habe Signale von Hitzfelds Manager erhalten, dass der Trainer von seinem Vertrag zurücktreten wird", sagt Bayern-Manager Uli Hoeneß.

mwb/tag MÜNCHEN. Die Hypo-Vereinsbank hatte am Sonntag angekündigt, Hitzfeld werde als bezahlter "Botschafter" für ein Beratungskonzept werben, das die Bank den rund 900 Kickern der ersten und zweiten Bundesliga anbieten will.

Der Trainer werde eine gütliche Einigung mit der Hypo-Vereinsbank anstreben, sagte Hoeneß. Hitzfelds Manager Peter Olsson und die Bank wollten sich nicht äußern. Hoeneß hatte zuvor Bedenken gegen Hitzfelds Plan geltend gemacht. "Spieler und Trainer haben eine Klausel im Vertrag, dass sie nicht für Konkurrenten von Sponsoren des FC Bayern werben dürfen", erklärte der Manager. Hitzfelds Engagement bei der Hypo-Vereinsbank kollidiert mit Interessen der Allianz, dem Namensgeber für das geplante neue Stadion in München. Auch Bayern-Präsident Franz Beckenbauer hält Hitzfelds Nebentätigkeit, über die der Trainer den Verein nicht vorab informiert haben soll, für "nicht ganz ungefährlich".

Das "Professional Sports Banking" der Hypo-Vereinsbank soll den kickenden Anleger 20 000 Euro pro Jahr kosten. Eigens dafür geschulte Berater soll es an allen Bundesliga-Standorten geben. Hitzfeld habe das Konzept mitentwickelt, teilte die Bank mit. Der Bayern-Trainer solle zum Beispiel bei einer Kundenveranstaltung, auf einem Golfturnier oder einem Mitarbeiterkongress "eine kleine Rede" halten.

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