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Bayern-Trainer rechnet mit Kahn-VerbleibDPA-Datum: 2004-07-13 15:23:12

München (dpa) - Felix Magath hat die Wochen dauernde Funkstille zwischen dem FC Bayern München und seinem Kapitän Oliver Kahn beendet und darf nun doch fest mit dem Verbleib des Fußball-Nationaltorhüters rechnen.

München (dpa) - Felix Magath hat die Wochen dauernde Funkstille zwischen dem FC Bayern München und seinem Kapitän Oliver Kahn beendet und darf nun doch fest mit dem Verbleib des Fußball-Nationaltorhüters rechnen.

Der neue Bayern-Trainer erhielt bei einem Telefonat mit Kahn offensichtlich Gewissheit, dass der Keeper seine zuletzt öffentlich geäußerten Wechselambitionen vorerst nicht weiter verfolgen wird. «Ich freue mich, dass das jetzt kein Thema mehr ist, dass es erledigt ist und dass wir uns voll auf die neue Saison konzentrieren können», sagte Magath vor Journalisten in München. Auch mit Michael Ballack, dessen Wechsel-Ambitionen zum FC Barcelona schon seit längerem beendet sind, hat Magath telefoniert.

«Olivers Ziel ist die WM 2006. Dafür ist er hier am besten aufgehoben, hier kann er sich am besten darauf vorbereiten», berichtete Magath. Gleiches gelte für Ballack. «Beide wollen noch mit dem FC Bayern Erfolge feiern und Titel gewinnen. Da haben sie beim FC Bayern sicherlich die beste Ausgangsposition.» Nach der Rückkehr der beiden aus dem Urlaub soll es laut Magath «in Ruhe» Gespräche geben.

Die Spekulationen um die zwei Bayern-Nationalspieler waren während der Europameisterschaft in Portugal ein Dauer-Thema gewesen, obwohl beide in München Verträge bis 2006 haben. Kahn hatte die Gerüchteküche durch eigene Aussagen belebt, während beim Thema Ballack vor allem aus Spanien immer wieder neue Berichte aufgetaucht waren. Zuletzt hatten sich die Bayern-Verantwortlichen verärgert über Kahns öffentliche Äußerungen gezeigt, Kontakt zum Kapitän hatte die Führungsriege hingegen nicht.

Entgegen öffentlicher Erwartungen an das «Quälix»-Image Magaths hat der neue Bayern-Trainer den Urlaub für die beiden Bayern-Stars kurzfristig noch bis zum 19. Juli verlängert. «Ich habe mit beiden telefoniert, alle beide wollten kommen. Aber ich habe mit ihnen über ihre Situation gesprochen, dabei sind wir gemeinsam zu der Entscheidung gekommen, dass sie am Montag kommen», berichtete Magath. Wegen der Belastungen der vergangenen Saison habe er beiden drei Tage länger frei gegeben. Die anderen deutschen EM-Teilnehmer - Neuzugang Torsten Frings, Bastian Schweinsteiger und Jens Jeremies - werden an diesem Freitag im Training erwartet.

Beim 35-jährigen Kahn sind zudem für Magath das Alter und die Torhüter-Position Gründe für eine längere Auszeit. «Spieler über 30 müssen nicht mehr so viel trainieren. Das habe ich auch beim VfB Stuttgart mit Zvonimir Soldo so gemacht», meinte der Trainer: «Urlaub ist für mich sehr, sehr wichtig, genauso wichtig wie die Arbeit.»

Unterdessen hält bei Bayern die Sorge um den verletzten Claudio Pizarro an. Doch der Nationalspieler hat zumindest selbst für positive Signale gesorgt. Bayern-Manager Uli Hoeneß berichtete am Dienstag von einem Telefonat mit dem Peruaner, der sich am Handy des Managers gemeldet habe. «Er wirkte schwach, aber voll da. Er war frohen Mutes», sagte Hoeneß. Seit Montag weilt ein vom FC Bayern entsandter Neurologie-Spezialist des Klinikums München-Bogenhausen in Lima, um den am Kopf verletzten Pizarro vor Ort in Zusammenarbeit mit den einheimischen Kollegen zu untersuchen. «Morgen wissen wir mehr», kündigte Hoeneß an.

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