Bayern und Stuttgart im Gleichschritt
Wolfsburgs Trainer Röber vor dem Aus

Bayern München und der VfB Stuttgart haben sich im Kampf um die Meisterschaft noch nicht aufgeben. Nach einem Debakel des VfL Wolfsburg dürften indes die Tage seines Trainers Jürgen Röber gezählt sein.

HB BERLIN. Der FC Bayern München und der VfB Stuttgart haben am 27. Spieltag der Fußball-Bundesliga den Meisterschafts-Kampf weiter offen gehalten. Während der Titelverteidiger den Abstand auf Tabellenführer Werder Bremen durch den 2:0-Auswärtssieg beim 1. FC Kaiserslautern auf sechs Punkte verkürzte, weisen die Schwaben nach dem 5:1 beim VfL Wolfsburg elf Punkte Rückstand auf. Allerdings kann Werder am Sonntag mit einem Erfolg im Heimspiel gegen den SC Freiburg wieder davonziehen.

Am Tabellenende schöpft der 1. FC Köln nach dem 2:0-Erfolg über Mitaufsteiger Eintracht Frankfurt wieder Hoffnung auf den Klassenerhalt. Hannover 96 konnte nach einem 2:0-Auswärtssieg bei den Münchner «Löwen» die Abstiegsplätze bereits verlassen. Dagegen konnte sich Hertha BSC nach dem 1:1 gegen Hnasa Rostock nicht verbessern.

Hertha BSC - Hansa Rostock 1:1 (0:0)

Hertha BSC hat die angepeilten sechs Punkte in den kommenden zwei Heimspielen gegen Rostock und den VfL Wolfsburg bereits nach dem ersten Spiel verpasst. Zwar hatte Sergio Pinto in einer höhepunktarmen Partie den Gastgeber nach 59 Minuten in Führung gebracht, doch die schon zuvor besser agierenden Hanseaten kamen sechs Minuten später durch Thomas Rasmussen zum Ausgleich. Eine Minute danach verfehlte Hansas Torjäger Martin Max, der zuvor schon einmal den Innenpfosten getroffen hatte, das Tor nur knapp.

VfL Wolfsburg - VfB Stuttgart 1:5 (1:3)

Der VfB Stuttgart scheint den Abschied von Trainer Jürgen Röber vom VfL Wolfsburg beschleunigt zu haben. Nach der 1:5-Heimniederlage sind die Tage des ehemaligen Stuttgarter Coaches in Niedersachsen wohl gezählt. Heiko Gerber (6.) und Marco Streller (26.) sorgten für eine schnelle Führung der Schwaben. Zwar konnte Martin Petrow drei Minuten später auf 1:2 verkürzen, doch stellte Nationalspieler Philipp Lahm zwei Minuten vor der Halbzeitpause mit seinem überhaupt ersten Bundesliga-Tor den alten Abstand wieder her. 15 Minuten vor dem Ende beendete Kevin Kuranyi mit dem 4:1 seine über 700 Minuten andauernde Torlosigkeit mit der Vorentscheidung. Der eingewechselte Imre Szabics sorgte vier Minuten vor dem Ende für den Endstand.

Borussia Mönchengladbach - Bayer Leverkusen 0:0

Borussia Mönchengladbach muss auch nach 15 Jahren auf den ersten Heimsieg gegen Bayer Leverkusen warten. Die Mannschaft von Trainer Holger Fach wurde beim torlosen Remis zwei Mal vom Schiedsrichter benachteiligt worden. Zunächst klärte Bayer-Schlussmann Hans-Jörg Butt außerhalb des Strafraums mit der Hand, danach verweigerte der Referee den Gastgebern einen Elfmeter.

1860 München - Hannover 96 0:2 (0:0)

70 Minuten lang boten beide Mannschaften den Zuschauern im Münchner Olympiastadion nur Schmalkost, bei der vor allem die Gäste aus Niedersachsen enttäuschten. Doch ein Doppelschlag durch Dariusz Zuraw (71.) und Thomas Brdaric (74.) sorgte innerhalb von 180 Sekunden für den ersten Sieg im vierten Spiel unter Trainer Ewald Lienen.

1. FC Köln - Eintracht Frankfurt 2:0 (2:0)

Der 1. FC Köln schöpft nach dem fünften Heimsieg noch einmal Hoffnung, dem Abstieg zu entrinnen. Allerdings wurde den Rheinländern der Erfolg durch völlig enttäuschende Frankfurter sehr leicht gemacht. Zunächst bescherte Frankfurts Neuzugang Ingo Hertzsch nach fünf Minuten per Eigentor die Führung für die Gastgeber. Eine halbe Stunde später narrte der junge Lukas Podolski die Abwehr der Hessen und vollendete aus fast spitzem Winkel zur frühen Entscheidung zum 2:0.

1. FC Kaiserslautern - Bayern München 0:2 (0:0)

Der Rekordmeister enttäuschte in den ersten 45 Minuten fast völlig. So bewahrte Oliver Kahn den FC Bayern vor einem Rückstand. Selbst als der Lauterer Stephan Malz nach wiederholtem Foulspiel bereits nach 28 Minuten das Feld verlassen musste, wurde der Tabellenzweite nicht besser. Um so kaltblütiger agierten die Gäste nach dem Seitenwechsel. Zwei Minuten nach Wiederanpfiff vollendete Torjäger Roy Makaay mit seinem 20. Saisontreffer zur Führung für die Bayern. Roque Santa Cruz sorgte 13 Minuten vor dem Ende mit dem zweiten Treffer für die Entscheidung zu Gunsten der Gäste.

FC Schalke 04 - Hamburger SV 4:1 (3:1)

Zu einem leichten Heimsieg kamen die Gastgeber. Dank der Auswärtsschwäche der Hamburger, die nun das fünfte Auswärtsspiel ohne einzigen Punktgewinn beendeten, war bereits zum Seitenwechsel eine Vorentscheidung gefallen. Kapitän Tomasz Waldoch war schon nach zehn Minuten per Kopf nach einer Ecke erfolgreich. Ebbe Sand staubte nach 29 Minuten zum 2:0 ab. Auch der von Mehdi Mahdavikia verwandelte Foulelfmeter zum 1:2-Anschlusstreffer verschaffte den Hanseaten keine Sicherheit. Nachwuchsspieler Fabian Lamotte stellte drei Minuten vor dem Seitenwechsel den alten Abstand wieder her. Nach dem Seitenwechsel war es dann der zweite Jungstar Michael Delura, der nach 55 Minuten beim 4:1 eine Vorentscheidung herbeiführte.

Borussia Dortmund - VfL Bochum (Sonntag, 17.30 Uhr)

Dortmund kann mit einem Erfolg nicht nur den Kampf um die Reviermeisterschaft, sondern auch um einen Rang im internationalen Wettbewerb spannend machen. Noch liegt Bochum, das in den letzten beiden Jahren deutlich im Westfalenstadion verloren hatte, mit drei Zählern vor der Borussia und zwei Punkte vor Schalke 04. Trainer Matthias Sammer muss mit Evanilson, Tomas Rosicky, Sebastian Kehl, Otto Addo, Ahmed Madouni und Christoph Metzelder gleich sechs Stammspieler ersetzen. Nicht mehr zum Einsatz kommt Marcio Amoroso. Der brasilianische Torschützenkönig aus dem Meisterschaftsjahr 2002 und der Verein haben den Vertrag aufgelöst.

Dagegen kann Bochums Coach Peter Neururer auf seine stärkste Elf zurückgreifen. Der wegen Mittelhandbruchs operierte Paul Freier läuft wie beim Länderspiel gegen Belgien (3:0) mit einer Gipsmanschette auf und bildet mit Peter Madsen und den vom FC Bayern umworbenen Vahid Hashemian den Sturm.

Werder Bremen - SC Freiburg (Sonntag, 17.30 Uhr)

Bremen will den komfortablen Vorsprung weiter ausbauen. Die Hanseaten können zunächst am Samstag schauen, wie die Verfolger aus München und Stuttgart gespielt haben, um dann am Sonntag nachzulegen. Mit dem SC Freiburg gastiert die nach Köln schwächste Auswärtsmannschaft der Liga (4 Punkte) im Weserstadion.

Das Team von Volker Finke konnte zudem nur zwei Mal in acht Begegnungen in der Hansestadt als Sieger vom Platz gehen. Dabei muss erneut Stammtorhüter Richard Golz, der weiter an einem Hexenschuss laboriert, ersetzt werden.

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