BayernLB schweigt
EM.TV kämpft um Formel-1-Beteiligung

Die angeschlagene Medienfirma EM.TV will den Kampf um ihre Formel-1-Beteiligung sofort aufnehmen. "Rechtliche Schritte werden jetzt eingeleitet", sagte ein EM.TV-Sprecher am Donnerstag in München.

HB/dpa MÜNCHEN. Mit der 17-Prozent-Beteiligung an dem Rennsportspektakel war ein Kredit der zusammengebrochenen Kirch-Gruppe abgesichert. Laut EM.TV haben die Bayerische Landesbank und zwei weitere Kreditinstitute jetzt die Verwertung ihres Pfandrechts eingeleitet. Mit juristischen Schritten will EM.TV nach Angaben des Sprechers nicht warten, bis die Banken in einem nächsten Schritt offiziell vollstrecken.

Die Bayerische Landesbank schwieg zu dem Streit. Sie wolle die Meldungen nicht kommentieren, sagte ein Sprecher in München. BayernLB-Chef Werner Schmidt hatte früher angedeutet, dass er sich ein langfristiges Engagement der Bank in der profitablen Formel 1 durchaus vorstellen könne. Möglich wären auch ein Weiterverkauf an die Hersteller oder ein Börsengang, falls sich die Formel-1-Banken in der Auseinandersetzung mit EM.TV durchsetzen. Die Medienfirma hofft aber auch noch auf eine einvernehmliche Lösung.

EM.TV hatte einst die Mehrheit an der Formel 1 erworben und verkaufte diese dann größtenteils an die KirchGruppe. Derzeit hält EM.TV noch durchgerechnet 16,7 Prozent an der Formel 1. Wegen der Verpfändung galt das Paket als unverkäuflich. EM.TV drohen bei einer Vollstreckung nun hohe Sonderabschreibungen. Dies würde auch den Verlust im laufenden Jahr massiv erhöhen.

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