Bayerns Amateure und Eintracht Braunschweig kämpfen um Platz im Pokal-Viertelfinale
Ein Fußball-Zwerg ist sicher durch

Nur 16 Teams sind im Rennen um den DFB-Pokal verblieben. Heute und morgen wird sich im Achtelfinale die Zahl auf acht reduzieren. Dabei droht Borussia Dortmund weiteres Ungemach. Das Top-Spiel steigt allerdings in München, wo die Fans ein Spiel voller Emotionen erwartet.

HB MÜNCHEN/FRANKFURT. Wiedersehen macht Freude, doch Felix Magath kommt das brisante Pokal-Duell mit seinem Ex-Club VfB Stuttgart viel zu früh. "Leider ist dieses Spiel jetzt schon. Es wäre ein wunderschönes Finale gewesen", bedauerte der Trainer des FC Bayern vor dem Achtelfinal-Hit an diesem Mittwoch (20.30 Uhr/ZDF) im Olympiastadion, bei dem reichlich Emotionen im Spiel sein werden. "Es sollte eine schöne Veranstaltung geben", meinte Magath und bemerkte süffisant: "Ich hätte dem VfB gegönnt, dass er das Finale erreicht."

Typischen Pokal-Charakter haben die weiteren drei Mittwoch-Spiele. In diesen wollen die Bundesligisten FC Schalke 04 und Hansa Rostock auswärts gegen die Zweitligisten Eintracht Frankfurt und LR Ahlen sowie der SC Freiburg bei den Amateuren des SC Paderborn gegen klassentiefere Vereine ihrer Favoritenrolle gerecht werden. Zumindest auf dem Papier etwas einfacher haben es da heute in Heimspielen Arminia Bielefeld gegen den Karlsruher SC und Werder Bremen gegen Eintracht Trier. Weiteres Ungemach droht dagegen der krisengeschüttelten Borussia aus Dortmund, die bei Hannover 96 antreten muss. Und ein Regionalligist schafft sicher den Sprung ins Viertelfinale: Die Amateure des FC Bayern treffen heute Abend auf Eintracht Braunschweig.

Ein Spiel wie jedes andere ist das Südderby in München nicht, weder für Magath noch für den künftigen Bayern-Rückkehrer Philipp Lahm und erst recht nicht für jene Akteure, die in Stuttgart unter Magath nicht richtig glücklich waren. Nur bei Magath-Nachfolger Matthias Sammer hält sich angesichts der strapaziösen "englischen Wochen" und immer mehr verletzten Spielern die Vorfreude in Grenzen: "Wir haben da noch so ein blödes Pokalspiel vor uns", klagte er. In München muss er auch auf Andreas Hinkel (Muskelfaserriss) verzichten. Der Einsatz des Ex-Münchners Markus Babbel ist fraglich.

Die gesunden VfB-Profis interessiert das wenig: Insbesondere Alexander Hleb, dem Magath in Stuttgart das Trikot mit der Nummer zehn verweigert hatte, oder die unter Sammer aufblühenden Silvio Meißner und Torjäger Cacau haben ihrem Ex-Coach noch etwas zu beweisen. Das weiß auch Magath: "Natürlich wird der eine oder andere VfB-Spieler sagen: "Jetzt zeige ich es ihm!'" Das glaubt auch Timo Hildebrand: "Das Duell gegen Magath ist für die Spieler, die Probleme mit ihm hatten, zusätzliche Motivation", meinte der Torhüter, für den selbst der Vergleich mit seinem Nationaltorwart-Kollegen Oliver Kahn im Vordergrund stehen dürfte. Magath riet seinem Kapitän dagegen zu mehr Gelassenheit im Kampf um den Platz im WM-Tor 2006: "Ich würde Oliver Kahn empfehlen, das Ganze lockerer zu sehen. Er wird auch in Zukunft noch Fehler machen - und die anderen Torhüter auch."

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