Bayernwahl
Maget sieht CSU unter 50 Prozent

Der SPD-Spitzenkandidat in Bayern, Franz Maget, geht zwei Tage vor der Landtagswahl von einem deutlichen Zugewinn für seine Partei aus. Der CSU traut er die angstrebten 50 Prozent plus X nicht zu.

HB BERLIN/MÜNCHEN. „Die CSU wird die 50 Prozent nicht mehr erreichen, und bei uns wird es noch gehörig nach oben gehen“, sagte Maget am Freitag im ZDF -„Morgenmagazin“. Er erwarte deutlich über 20 Prozent der Stimmen für die Sozialdemokraten. Bei der Landtagswahl im Jahr 2003 hatte die SPD 19,6 Prozent erreicht.

Auf die Frage, ob er bei einem Ergebnis von unter 20 Prozent zurücktreten würde, sagte Maget: „Unter 20 wäre natürlich ein schlechtes Ergebnis. Aber es wird ja deutlich besser werden. Und deswegen muss ich mich erfreulicherweise mit solchen Gedanken nicht befassen.“

Ministerpräsident Günther Beckstein (CSU) beschwörte indes noch einmal die absolute Mehrheit für die CSU. „50 Prozent ist ein unglaublich ehrgeiziges Ziel, aber ich denke, wir werden das schaffen“, sagte Beckstein ebenfalls im ZDF-Morgenmagazin. Dafür werde er bis zuletzt mit „unglaublichem Einsatz kämpfen“. Die Frage, ob er für eine Koalitionsregierung zur Verfügung stehe, falls die CSU doch nicht alleine regieren kann, ließ Beckstein offen. Er konzentriere sich zu 100 Prozent auf den Wahlsieg, sagte der CSU-Politiker.

Dass die Alleinherrschaft der CSU in Umfragen gefährdet scheint, erklärte der Ministerpräsident damit, dass sich sein Land immer stärker differenziere und dass immer mehr Menschen aus anderen Landesteilen zuzögen. Auch erwögen viele Wähler, etwas anderes auszuprobieren, gerade weil es den Menschen in Bayern gut gehe.

Beckstein zeigte sich aber überzeugt, dass sie den Wechsel „wegen irgendwelcher, relativ kleiner Fehler“ der CSU letztlich doch nicht vollzögen. Denn perfekt sei niemand in der Politik.

In Bayern beenden die Parteien am heutigen Freitag formal den Wahlkampf. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wird zusammen Beckstein und CSU-Chef Erwin Huber auf der Abschlusskundgebung auf dem Münchner Marienplatz sprechen.

Der designierte SPD-Bundesvorsitzende Franz Müntefering und Maget sind in Nürnberg zu Gast. In München werden auch die Linken-Spitzenpolitiker Oskar Lafontaine und Gregor Gysi beim Wahlkampf-Abschluss ihrer Partei auftreten.

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