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BBC: Britischer Journalist im Südirak entführt

Ein britischer Zeitungsjournalist ist in der südirakischen Stadt Basra von muslimischen Extremisten verschleppt worden.

dpa LONDON. Ein britischer Zeitungsjournalist ist in der südirakischen Stadt Basra von muslimischen Extremisten verschleppt worden.

In einem von den Entführern am Freitag veröffentlichten Video wurde mit der Ermordung des 23 Jahre alten James Brandon aus London gedroht, falls sich die US-Truppen nicht aus der umkämpften schiitischen Stadt Nadschaf zurückziehen. Nach unbestätigten Berichten soll der radikale Schiiten-Prediger Muktada el Sadr jedoch die Freilassung des "Sunday Telegraph"-Reporters gefordert haben.

Nach Angaben des örtlichen Polizeisprechers Hashem Abdullah waren etwa 30 maskierte und bewaffnete, teils als Polizisten gekleidete Männer in der Nacht zum Freitag in das Hotel Al-Diyafa gestürmt, hatten die Gästeliste verlangt und waren anschließend in Brandons Hotelzimmer eingedrungen. Dort schossen ihm die Geiselnehmer nach Angaben des Hotelbesitzers zwei Mal in die Beine und verschleppten den blutenden Mann.

Einige Stunden später veröffentlichten die Kidnapper ein Videoband, das einen vermummten Mann zeigt, neben ihm Brandon mit entblößtem Oberkörper und einem Verband um den Kopf. Der Entführer sagt nach den Angaben: "Wir fordern, dass sich die amerikanischen Truppen innerhalb von 24 Stunden aus Nadschaf zurückziehen oder wir töten diese britische Geisel." Brandon sagt: "Ich bin Journalist, ich schreibe über das, was im Irak geschieht. Ich bin James Brandon vom Sunday Telegraph."

Das Außenministerium in London bestätigte die Entführung eines britischen Staatsbürgers. Matthew D'Ancona, stellvertretender Herausgeber der in London erscheinenden Zeitung, sagte: "Wir verfolgen die Situation mit größter Sorge."

Nach Angaben der BBC wurden in den vergangenen Monaten mehr als 70 Ausländer im Irak entführt. Von diesen befänden sich 20 weiterhin in Gefangenschaft, acht Geiseln seien getötet worden.

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