Beachvolleyball Olympia
Goller Ludwig und Pohl Rau im Achtelfinale raus

Sara Goller und Laura Ludwig sind bereits im Achtelfinale des Beachvolleyball-Turniers ausgeschieden. Auch Stephanie Pohl/Okka Rau ereilte das gleiche Schicksal.

Nerven verloren, Matchball vergeben und Dirk Nowitzki enttäuscht: Die deutschen Beachvolleyballer steuern nach dem überraschenden K.o. der beiden Frauen-Teams auf ein historisches Debakel im Sand zu.

Nach den selbsternannten Goldanwärtern Julius Brink/Christoph Dieckmann scheiterten im Achtelfinale auch die Europameisterinnen Sara Goller/Laura Ludwig und die Athen-Olympiafünften Stephanie Pohl/Okka Rau. Damit blieb unter den Augen von Edelfan Dirk Nowitzki statt der anvisierten Medaille nur der enttäuschende neunte Platz.

"Sich so von Olympia zu verabschieden, ist einfach traurig"

"Wir haben unterirdisch gespielt und sind kläglich gescheitert. Das war wirklich nicht das Turnier der Deutschen", erklärte Okka Rau: "Sich so von Olympischen Spielen zu verabschieden, ist einfach traurig."

Die Hamburgerinnen verspielten eine 8:4-Führung im ersten Satz und verließen nach dem 0:2 (18:21, 14:21) gegen die Brasilianerinnen Ana Paula/Larissa weinend das Stadion. Die als klare Favoriten angetretenen Goller/Ludwig hatten zuvor gegen die österreichischen Schwestern Doris und Stefanie Schwaiger 1:2 (21: 23, 21:11, 16:18) verloren.

Klemperer/Koreng letzte deutsche Hoffnung

Letzte deutsche Hoffnung sind damit David Klemperer/Eric Koreng (Hildesheim/Essen), die im Achtelfinale gegen die topgesetzten Chinesen Xu/Wu allerdings krasser Außenseiter sind.

"Uns fehlen die Nerven - das geht hier wohl allen deutschen Teams so. Wir hatten Angst vor dem Verlieren. Wir sind sehr enttäuscht", erklärte Laura Ludwig mit Tränen in den Augen.

Beim Stand von 16:15 im Finalsatz vergab Sara Goller einen Matchball mit einem kläglich ins Netz geschlagenen Aufschlag. Im ersten Durchgang hatten die Berlinerinnen vor 12 000 Fans im Chaoyang Park schon drei Satzbälle nicht nutzen können. "Wir haben dem Druck nicht standgehalten. Dabei hatten wir keine schlechte Auslosung und alle Chancen auf eine Medaille", meinte Goller frustriert. Auch 14 Aufschlagasse reichten nicht.

Statt der zweiten deutschen Olympia-Medaille am Strand nach Jörg Ahmann/Axel Hager (Bronze 2000 in Sydney) droht nun das schwächste deutsche Ergebnis der Olympia-Geschichte. Beachvolleyball steht seit 1996 im Programm der Sommerspiele, damals in Atlanta hatte es immerhin einen siebten Platz von Beate Bühler/Danja Müsch gegeben.

Der deutsche Delegationsleiter Michael Tank übte Kritik an den Teams und ihren Betreuern: "Da waren wohl die eigenen Erwartungen zu hoch. Vor allem Brink/Dieckmann haben sich so unter Druck gesetzt, dass nichts mehr geht. Wenn der Trainer vor dem Turnier rumläuft und erzählt, dass Gold schon vergeben ist, fällt mir nichts mehr ein."

Statt mit einer Medaille um den Hals tritt Brink am Samstag mit leeren Händen den Heimweg an. Okka Rau will als Olympia-Touristin die deutschen Basketballer um Dirk Nowitzki unterstützen.

© SID

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