Beachvolleyball Olympia
Zwangsumzug für deutsche Beach-Duos

Die deutschen Beachvolleyballer und ihre Schweizer Kollegen dürfen in Peking das geplante Trainingsquartier nicht wie geplant für Übernachtungen nutzen, sondern mussten auf Betreiben des Organisationskomitees Bocog im Olympischen Dorf einziehen.

Die deutschen Beachvolleyballer und ihre Schweizer Kollegen dürfen in Peking das geplante Trainingsquartier nicht wie geplant für Übernachtungen nutzen, sondern mussten auf Betreiben des Organisationskomitees Bocog im Olympischen Dorf einziehen. "Wir verstehen es nicht, auch der Dosb nicht - können es aber nicht ändern", sagte der deutsche Volleyball-Präsident Werner von Moltke dem Sport-Informations-Dienst (sid).

Laut von Moltke, der gerade dem Training seiner Sandwühler am "verbotenen Ort" beiwohnte, hätte das deutsche Team die Information erst bei der Anreise erhalten. "Der Inhaber der Anlage darf auf Anweisung von Bocog keine Athleten übernachten lassen und verköstigen", so der Funktionär. "Aus Sicherheitsgründen" lautete die offizielle Begründung für das Verbot, zudem habe auch die Verpflegung eine Rolle gespielt.

Athleten machen das Beste aus der Situation

Die Athleten würden laut Verbands-Boss aber sehr professionell mit der Situation umgehen, sie würden es gewohnt sein, mit Schwierigkeiten fertig zu werden: "Die herrliche Anlage kann von uns ja zum Training dennoch genutzt werden - trotz dieser Sache hoffe ich ganz stark auf eine deutsche Medaille."

Die Athleten verbringen die Zeit tagsüber auf dem großzügigen Hotelgelände "Hongfu Garden" mit seinen Trainingsfeldern, laut Dosb-Leistungssportdirektor Bernhard Schwank müssen sie dafür eine halbe Stunde Busfahrt in Kauf nehmen. Die 25 Betten waren bereits vor einem Jahr gebucht und auch schon bezahlt worden.

Olympische Komitee kippt Verträge

"In westlichen Gefilden würden wir auf die Barrikaden gehen", sagte Swiss-Volley-Direktor Roger Schnegg, "aber hier bleibt uns nichts anderes übrig, als das Beste aus der misslichen Situation zu machen." Michael Tank, Delegationsleiter des deutschen Beach-Teams, hatte im ZDF-Morgenmagazin gesagt: "Das Hotel bemühte sich auch, den Vertrag einzuhalten. Nun scheint das Olympische Komitee so mächtig zu sein, dass es bestimmte Verträge einfach kippt."

Von Moltke berichtete, dass auch die Handballer von einem solchen Übernachtungsverbot betroffen sind - diese hätten die entsprechende Anweisung aber schon vor ein paar Wochen erhalten.

© SID

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