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Beängstigende Kursstürze

Für die US-Märkte geht es drastisch bergab. Gleich nach der Eröffnungsglocke gab der Dow Jones 4,2 Prozent nach. Der Nasdaq Index verlor sofort nach Börsenstart 5,6 Prozent. Zum ersten Mal seit dem 15. März fällt der Dow Jones Index damit unter die 10.000 Marke.

Ausgelöst haben das Gewitter die unerfreulichen bei IBM, die die Stimmung auf dem Technologie Sektor trüben. Aber auch die Wirtschaftsdaten tun ihr Übriges, um den Anlegern den Tag zu vermiesen.



Die Konjunkturdaten deuten auf eine mögliche Inflation. Der Verbraucherpreisindex fiel höher aus als erwartet. Statt des prognostizierten Anstiegs von 0,4 Prozent kletterten die Preise für Konsumgüter und Dienstleistungen im September um 0,5 Prozent in die Höhe. Auch die um die Preise des eher volatilen Lebensmittel- und Energiebereichs bereinigte Kernrate legte statt um die erwarteten 0,2 Prozent um 0,3 Prozent zu.



Verantwortlich für die beängstigende Entwicklung des Dow Jones Index ist IBM. Der Technologie-Riese eröffnet mit 90 ¼ und damit 21 Prozent unter dem gestrigen Schlusskurs. Positionen bis zu 500.000 Aktien wurde auf einmal aufgelöst. Big Blue meldete gestern nach Börsenschluss zwar einen Gewinn, der im Rahmen der Erwartungen lag, doch der Computerkonzern enttäuschte sowohl mit seinem Umsatzwachstum als auch mit den Zukunftsaussichten.



Weit verfehlt hat auch die Bank Chase Manhattan die Konsensschätzungen. Das Finanzinstitut verbucht 19 Prozent weniger Gewinn als von den Analysten erwartet. Grund: Investitionen in Start-Up Firmen ziehen den Profit nach unten.



Einen kleinen Investoren-Trost gibt es dagegen von Intel. Der weltgrößte Chiphersteller kann im frühen Handel gegen den Trend zulegen. Intel erwirtschaftete im dritten Quartal einen Gewinn von 41 Cents pro Aktie und übertraf damit die Schätzungen um drei Cents. Für das laufende Quartal erwartet der Chipproduzent ein Umsatzwachstum von vier bis acht Prozent. Intels positiver Ausblick für das vierte Quartal stellt den gesamten Chipsektor wieder in besseres Licht. Die Unsicherheit über die Ertragsaussichten scheint verflogen.



Für Ford geht es ins Minus. Der Autokonzern konnte im dritten Quartal mit einem Gewinn von 50 Cents pro Aktie die Analystenschätzungen exakt erfüllen. In den vergangenen vier Quartalen waren die Erwartungen jedoch regelmäßig übertroffen worden. Wie das Management mitteilt, wären ohne die Firestone Reifenprobleme und die damit verbundene Rückrufaktion erneut die Erwartungen geschlagen worden.



Auch für i2 Technologies, Xilinx, J.P. Morgan, EMC geht es abwärts. Den Unternehmen nützen am Morgen auch die guten Quartalszahlen vom Vortag nicht.



Und die Ertragssaison geht weiter. Heute erwartet der Markt Zahlen AOL, Apple, Boeing, Broadcom und Microsoft.

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