Beamte waren über Schießerei informiert
Polizei weist Kritik an Einsatz in Erfurt zurück

Die Polizei hat Kritik an ihrem Einsatz während der Bluttat am Erfurter Gutenberg-Gymnasium zurückgewiesen.

dpa ERFURT. "Kein Polizeibeamter ist zum Tatort gefahren, der nicht Bescheid wusste, dass dort geschossen wurde", sagte Polizeichef Rainer Grube am Mittwoch in Erfurt. Alle Beamten seien vorher informiert worden, dass es eine Schießerei und Tote gebe.

Zuvor hieß es, die ersten Streifenpolizisten hätten nur von einer Straftat gewusst. Die "Thüringische Landeszeitung" schrieb am Mittwoch, es gebe Zweifel von Polizeiexperten an dem Einsatz. Der 19-jährige Ex-Schüler Robert Steinhäuser hatte Ende April 16 Menschen und sich selbst erschossen.

Kritik gab es laut dem Zeitungsbericht, weil erst um 15.10 Uhr der letzte Verletzte geborgen wurde. Zweifel seien auch am Führungs- und Einsatzstab im Innenministerium laut geworden. Die Polizei habe ihre Taktik geändert, als es die Information über einen möglichen zweiten Täter gab, sagte Grube.

Die Notärzte, die um 11.13 Uhr ankamen, gingen nach eigenen Angaben daher nicht gleich in das Schulgebäude. Kurze Zeit später seien sie unter Polizeischutz zu den Opfern unterwegs gewesen. Der Stab im Innenministerium habe gut gearbeitet, sagte Grube.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%