Beauty-Spy hat Insolvenzverfahren beantragt
Internetmediahouse setzt Portfoliobereinigung fort

Die Beteiligungsgesellschaft Internet-Media AG-House (IMH) will Abstand von einer Anschlussfinanzierung der vor der Pleite stehenden Beauty GmbH-Spy nehmen. Ein weiteres Investment seitens der IMH werde als zu riskant bewertet, teilte die mit 40 % an dem Kosmetikportal beteiligte IMH am Montag in einer Pflichtveröffentlichung mit.

Reuters FRANKFURT. Zwar habe der Anlauf des ersten Ladengeschäfts der Gesellschaft die Erwartungen übertroffen, bislang sei es aber zu keinem Abschluss mit einem strategischen Partner für Beauty-Spy gekommen. Für ein erfolgreiches Wachstum sei die Aufnahme eines weiteren Investors jedoch unabdinglich, hieß es. Die Geschäftsleitung von Beauty-Spy hat den Angaben zufolge ein Insolvenzverfahren beantragt. Gespräch mit möglichen Investoren würden jedoch fortgeführt.

Vor dem Hintergrund rückläufiger Online-Werbeeinnahmen habe die IMH Internet Cool Guide Inc., -Beteiligung ein Herausgeber von Online- und Offline-Führern für das Internet, ihre Online-Aktivitäten eingestellt. Derzeit fänden zwar noch Verhandlungen mit möglichen Partnern aus dem Medienbereich statt. Sollten diese Gespräche aber nicht erfolgreich verlaufen, werde die Gesellschaft aufgelöst, hieß es. Die Offline-Aktivitäten blieben davon aber unberührt. IMH ist nach Angaben einer Unternehmenssprecherin mit 20 % an Internet Cool Guide beteiligt.

Der Hersteller von Interaktionssoftware Zadu Inc., ebenfalls eine Beteiligung der IMH, habe die laufenden Finanzierungsgespräche mit verschiedenen Venture Capital-Gesellschaften bisher nicht erfolgreich abschließen können. Die operativen Aktivitäten müssten daher auf ein Minimum reduziert werden, teilte IMH mit. Sollte die laufende Finanzierungsrunde nicht zeitnah abgeschlossen werden, werde Zadu Inc. ihre Geschäftstätigkeit einstellen. Der IMH-Anteil an Zadu belaufe sich auf 13 %. Da IMH an Internet Cool Guide und Zadu nur Minderheitsanteilte halte, seien neue Finanzierungszusagen von der Teilnahme weiterer Investoren an den Finanzierungsrunden abhängig, hieß es.

Nach dem Einstieg der VTC Partners als neuem Investor im November und einem Führungswechsel hatte IMH im Dezember mit dem angekündigten Verkauf von Beteiligungen begonnen. Als erstes war das Online-Katalogportal Kiosk Online-Dienste GmbH, danach die Internet-Agentur Blue Orbit abgestoßen worden.

Die am Neuen Markt notierten IMH-Aktien lagen kurz nach Handelsbeginn am Montag rund 2,8 % im Plus bei 2,98 Euro und entfernten sich leicht von ihrem am Donnerstag erreichten Tiefststand von 2,72 Euro. Ihr Hoch erreichten die Papiere im Februar 2000 bei 94,20 Euro.

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