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Beben in Japan: Auch Schwester von gerettetem Jungen ist tot

Einen Tag nach der Rettung eines zweijährigen japanischen Jungen aus einem durch Erdbeben verschütteten Auto ist seine Schwester tot gefunden worden. Gestern war der zweijährige Yuta nach vier Tagen aus dem unter schweren Felsbrocken und Geröll verschütteten Auto geborgen worden.

dpa TOKIO. Einen Tag nach der Rettung eines zweijährigen japanischen Jungen aus einem durch Erdbeben verschütteten Auto ist seine Schwester tot gefunden worden. Gestern war der zweijährige Yuta nach vier Tagen aus dem unter schweren Felsbrocken und Geröll verschütteten Auto geborgen worden.

Neben seiner dreijährigen Schwester verlor er auch seine Mutter, die bereits am Tag zuvor kurz nach ihrer Bergung gestorben war. Unterdessen stieg die Zahl der Opfer in der Katastrophenprovinz Niigata in Folge der schweren Erdstöße vom vergangenen Samstag auf 34, berichteten Medien.

Der Vater von Yuta hatte tagelang für die Rettung seiner Familie gekämpft. Die ganze Nation nahm Anteil am Schicksal des kleinen Jungen, dessen Rettung live im Fernsehen übertragen worden war. Nach Angaben der behandelnden Ärzte hat Yuta eine Verletzung am Kopf und leidet unter Dehydrierung, er sei aber bei Bewusstsein. Er wolle Wasser trinken, sagte er seinem Vater. Die Nachricht von der Rettung des kleinen Jungen hatte unter den zunehmend erschöpften Bewohnern der fast 600 Notunterkünfte in der Unglücksprovinz für Freude gesorgt, gepaart jedoch mit Trauer über den Tod seiner Mutter und der kleinen Schwester.

Derweil mussten die Überlebenden die sechste Nacht bei weiter fallenden Temperaturen in Notquartieren ausharren. Medienberichten zufolge mangelte es an ausreichend Öfen. Die Provinzverwaltung lässt Übergangshäuser für rund 2000 Haushalte bauen, doch dürfte es bis zur Fertigstellung noch etwa drei Wochen dauern, hieß es in Medienberichten. Das Meteorologische Amt warnte für die nächsten Tage vor weiteren Nachbeben um die Stärke sechs auf der Richterskala. Beben der Stärke fünf könnten noch in den kommenden vier Wochen auftreten. Die Frequenz der Nachbeben scheine aber inzwischen abzunehmen, hieß es.

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