Beckenbauer: Zahlen Strafe
Rummenigge plant schon Bayerns Meisterfeier

Der FC Bayern München hat den 18. deutschen Meistertitel schon fest eingeplant und bereitet seine traditionelle Feier auf dem Marienplatz vor. "Feiern werden wir nach dem letzten Heimspiel am vorletzten Bundesliga-Spieltag, da sind unsere Fans hier in München und im Stadion, und dann wollen wir eine große Party auf dem Rathausplatz machen", sagte Bayern-AG-Chef Karl-Heinz Rummenigge am Montagabend im Bayerischen Fernsehen.

HB/dpa MÜNCHEN. Die Tabelle der Fußball- Bundesliga führt der Rekordmeister nach dem 26. Spieltag mit 15 Punkten Vorsprung auf Titelverteidiger Borussia Dortmund an.

In der Affäre um den Geheimvertrag mit der Kirch-Gruppe hofft Rummenigge auf eine "zügige Entscheidung" und blickt dem Urteil gelassen entgegen. "Ich sehe kein Statut, gegen das wir verstoßen haben", meinte der Vorstandsvorsitzende in der Sendung "Blickpunkt Sport". Sollte es eine Bestrafung gegen den Münchner Fußball-Club geben, dann könne er sich je nach Art des Urteils den Gang vor ein Gericht vorstellen. Die Drohung von Präsident Franz Beckenbauer, mit dem Rekordmeister im Falle einer harten Bestrafung aus der Bundesliga nach Italien auszuwandern, entkräftete Rummenigge. "Das ist etwas salopp vom Franz daher gesagt worden", so der AG-Boss, "das hat natürlich keine Grundlage."

Beckenbauer selbst kündigte am Dienstag sogar an, eine Strafe unter einer Bedingung zu begleichen. "Man braucht uns nicht lange zu bitten, etwas für ein soziales Projekt oder den Jugendfußball zu bezahlen", sagte er in Berlin. Es dürfe allerdings nicht der Eindruck erweckt werden, "dass wir der Liga etwas schulden". Es sei mit der Nicht-Offenlegung des Vertrages ein Fehler gemacht worden, räumte Beckenbauer ein, betonte aber auch: "Wir haben niemanden geschädigt, uns die Lizenz nicht erschlichen oder Geld der Liga veruntreut." Insgesamt habe er in der Sache aber keine großen Befürchtungen.

Der klare Erfolg in der Bundesliga ist für Rummenigge "ein bisschen Balsam auf die wunde Seele der Champions League". Für die neue Saison wünscht sich der Ex-Profi eine spannendere Saison. "Wenn man über Fußball spricht, dann spricht man auch über Emotionen. Und wenn man 15 Punkte Vorsprung hat, fehlt das Thema Emotionen", sagte Rummenigge. Obwohl das Aus in der europäischen Königsklasse finanzielle Spuren beim FC Bayern hinterlassen habe, sei die wirtschaftliche Lage gut. Dennoch sei ein Wechsel von Nationalstürmer Miroslav Klose vom 1. FC Kaiserslautern zum FC Bayern kein Thema. "Weil Giovane Elber erklärt hat, er bleibt hier. Und es macht keinen Sinn, dann noch einen Stürmer zu den vorhandenen zu verpflichten", äußerte sich der 47-Jährige.

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