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Beckenbauer zieht positives Zwischenfazit

Gut 500 Tage vor Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland hat Franz Beckenbauer ein positives Zwischenfazit zum Stand der Vorbereitungen gezogen. „Ich denke, dass wir insgesamt sehr zufrieden sein können.“

dpa FRANKFURT/MAIN. Gut 500 Tage vor Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland hat Franz Beckenbauer ein positives Zwischenfazit zum Stand der Vorbereitungen gezogen. "Ich denke, dass wir insgesamt sehr zufrieden sein können."

Vor allem im Stadionbau gehe es planmäßig voran. Das sagte der OK-Chef in einem vom Deutschen Fußball-Bund verbreiteten Interview mit dem "DFB-Journal". Nun aber beginne "die Kleinarbeit mit Hunderten von Details. Auf keinen Fall dürfen wir uns selbstzufrieden zurücklehnen, sondern müssen uns eher noch stärker ins Zeug legen."

Wichtigste Entscheidung der letzten Zeit war laut Beckenbauer der frühzeitige Abschluss mit den letzten nationalen WM-Förderern (Oddset, Deutsche Bahn). "Ich kann mich erinnern, dass die letzten Sponsorenverträge für die WM 2002 erst zwei oder drei Monate vor WM- Beginn unterschrieben wurden. Wir haben dies schon 19 Monate vorher geschafft und damit auch die im Budget vorgesehenen wirtschaftlichen Ziele mehr als erfüllt."

Als größtes Problem wertet der OK-Chef den am 1. Februar 2005 im Internet beginnenden Kartenverkauf. "Wir wissen, dass die Nachfrage die Kapazität von 3,2 Mill. Tickets bei weitem übersteigen wird. Der DFB hat über 6,2 Mill. Mitglieder. Theoretisch hat also nicht einmal jedes zweite Mitglied in einem Fußball-Verein die Chance, ein WM-Spiel live zu sehen." Zudem müssten die Tickets weltweit angeboten werden.

Als "rundum positiv" bewertet Beckenbauer die allgemeine WM- Stimmung in Deutschland. "Gerade erst ist ja auch in einer Umfrage aufgezeigt worden, dass sich 72 Prozent der Bevölkerung auf diese Weltmeisterschaft freuen. Das ist ein sensationell gutes Ergebnis, das wir sogar noch steigern wollen", meinte der DFB - Ehrenspielführer. Daran hätten auch der neue Bundestrainer Jürgen Klinsmann und die verjüngte Nationalmannschaft ihren Anteil. Beckenbauer: "Nach der sehr enttäuschenden Euro 2004 ist mächtig viel passiert. Respekt, Respekt - wie Jürgen Klinsmann mit seinem Team die Aufgabe angegangen ist, verdient wirklich Anerkennung. Natürlich ist eine starke deutsche Nationalmannschaft auch für das Organisationskomitee von enormer Bedeutung, weil das Abschneiden der gastgebenden Mannschaft immer auch das Gesamtklima einer WM prägt."

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