Beckham gibt grünes Licht
Eriksson baut englische Elf um

Nach dem enttäuschenden Start gegen Schweden will der Trainer Englands für das vorenetscheidende Spiel gegen Argentinien personelle Konsequenzen ziehen. Superstar David Beckham gab derweil grünes Licht für einen weiteren Einsatz.

dpa AWAJI/JAPAN. David Beckham hat seinen ersten WM-Einsatz wohlbehalten überstanden und wird nach seinem auskuriertem Fußbruch auch im Prestige-Duell am Freitag gegen Argentinien für England spielen können. "Der Fuß ist in Ordnung, aber er braucht noch Spielpraxis", sagte Trainer Sven-Göran Eriksson.

Nach dem 1:1 zum Auftakt gegen Schweden deutete der Coach zudem personelle Konsequenzen an. "Es könnte kleine Änderungen geben. Nach den letzten Eindrücken im Training werden wir eine Entscheidung fällen", sagte der 54-Jährige, der nach dem enttäuschenden Start in die Kritik geraten war.

Superstar Beckham nahm seine Kollegen derweil in die Pflicht. "Wir können uns eine so schlechte zweite Halbzeit nicht wieder leisten. Sonst haben wir richtigen Ärger", sagte der Mittelfeldspieler von Manchester United. 53 Tage nach seinem Fußbruch hatte der 27-Jährige gegen Schweden sein Comeback gefeiert, musste aber nach 63 Minuten erschöpft ausgewechselt werden. Der Klassiker gegen Argentinien hat für "Becks" besondere Bedeutung. Bei der WM 1998 war er im Achtelfinale gegen die Südamerikaner nach einer Tätlichkeit des Feldes verwiesen und anschließend von den englischen Medien für das Ausscheiden allein verantwortlich gemacht worden.

"Die Sache ist Geschichte", misst Eriksson dem Vorfall in Frankreich keine Bedeutung mehr bei. Verwundert reagierte der Trainer aber auf die scharfe Kritik im Mutterland des Fußballs nach dem Schweden-Spiel. "Wir haben erst ein Spiel gehabt. Es ist noch alles möglich, und ich hoffe, dass wir hier noch einen weiten Weg gehen werden", sagte er. Eriksson war wegen einer angeblich falschen Auf- und Einstellung seiner Mannschaft von den Medien massiv gerügt worden. Am Dienstag gab der Trainer seinen Spielern einen Tag frei, denn auch in England stand anlässlich des 50. Thronjubiläums von Königin Elizabeth II. ein Feiertag an.

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