Bedenken Brüssels
Swissair-Einstieg in Portugal zurückgezogen

dpa BRÜSSEL. Die Swissair-Muttergesellschaft SAirGroup und drei portugiesische Unternehmen haben ihr Vorhaben zunächst aufgegeben, gemeinsam bei der portugiesischen Regional-Fluggesellschaft Portugália an Bord zu gehen. Die wettbewerbsrechtliche Anmeldung in Brüssel sei zurückgezogen worden, sagte eine Sprecherin von EU-Wettbewerbskommissar Mario Monti am Freitag in Brüssel. Die Hintergründe blieben offen.

Das Vorhaben der Unternehmen, Portugália gemeinschaftlich zu kontrollieren, wurde seit Mitte Juni in der so genannten Phase zwei in Brüssel genau geprüft. Die Kommission befürchtete marktbeherrschende Stellungen auf einigen Routen innerhalb Portugals, aber auch bei Verbindungen von Portugal ins europäische Ausland. Ohne eine wettbewerbsrechtliche Entscheidung Brüssels darf das Vorhaben nicht vollzogen werden. Unklar blieb, ob die Konzerne möglicherweise ihr Projekt unter neuen Bedingungen bei der Kommission anmelden werden. Die ursprüngliche Prüfungsfrist lief bis zum 18. Oktober.

Hinter zwei der Investoren, Caixa Geral de Depositos und Partest, steht nach Kommissionsangaben der portugiesische Staat, der bereits bei den portugiesischen Airlines TAP und SATA das Sagen habe. Die Transaktion werde Verbindungen zwischen TAP, SATA und Portugália schaffen, lautete die Befürchtung der Wettbewerbsbehörde im Juni.

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