Bedingungen am Werbemarkt derzeit schwierig
Murdoch sieht Zuwachs der Werbebuchungen

Der australische Unternehmer Rupert Murdoch hat bei seinem Medienkonzern News Corp einen Zuwachs der Werbebuchungen festgestellt.

Reuters ADELAIDE. Die Werbebuchungen bei den Fernsehsendern von News Corp hätten in den vergangenen Wochen im Vergleich zu den Monaten davor angezogen, sagte Murdoch am Donnerstag im australischen Adelaide. Gleichzeitig räumte Murdoch ein, dass die Bedingungen am Werbemarkt schwierig blieben, dass durch die Anschläge in den USA die Kosten bei seinem Nachrichtensender Fox News die Etat-Planungen überschritten hätten und Einbußen bei Werbe-Einnahmen von rund 100 Mill. $ hingenommen werden müssten.

Murdoch bekräftigte die jüngste Umsatzprognose des Konzerns, der seine Erwartungen Anfang Oktober in Folge der Anschläge nach unten korrigiert hatte. Danach erwartet News Corp für das Jahr 2001/2002 noch ein Umsatzwachstum mit hoher einstelliger oder niedriger zweistelliger Prozentzahl. Vor den Anschlägen hatte News Corp noch mit einem Umsatzwachstum von 20 bis 26 % gerechnet. Murdoch sagte, sein Konzern sei durch die Kombination verschiedener Geschäftstätigkeiten besser als andere Medienunternehmen positioniert, um den erschwerten Bedingungen nach den Anschlägen zu trotzen. Zur News Corp gehören mehrere Fernsehsender, das Filmstudio Twentieth Century Fox und zahlreiche Zeitungen.

Auch AOL Time Warner, Viacom und die deutsche ProSiebenSat.1 Media AG hatten nach den Anschlägen ihre Erwartungen nach unten korrigiert. Vivendi Universal, zu dem neben Medien auch Versorger gehören, bekräftigte dagegen seine Prognosen für 2001. Auch bei Bertelsmann wurden Konzernchef Thomas Middelhoff zufolge die Umsatz- und Gewinnpläne nicht revidiert. Eine konkrete Prognose machte Middelhoff bei der Bilanz-Pressekonferenz vor zwei Wochen aber nicht.

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