„Beduine in Lackschuhen“
Islamischer Diplomat aus Dänemark geht nach Basra

Der zum Islam übergetretene dänische Diplomat Ole Wøhlers Olsen ist zum Chef der Zivilverwaltung in der zweitgrößten irakischen Stadt Basra ernannt worden.

HB/dpa KOPENHAGEN. Wie die Zeitung "Jyllands-Posten" (Århus) am Freitag berichtete, soll der 61-Jährige nach dem Willen des für Basra zuständigen britischen Militärs am Wochenende seine Arbeit mit dem Schwerpunkt auf Wiederherstellung der Versorgung mit Strom und Wasser aufnehmen. Dänemark hatte sich am britisch-amerikanischen Angriff gegen den Irak mit zwei Kriegsschiffen beteiligt. Olsen ist als einer von vier "Regionalkoordinatoren" im Irak dem obersten Zivilverwalter, dem früheren US-General James Garner, unterstellt.

Der Kopenhagener Diplomat ist mit einer Algerierin verheiratet. Wegen seines unorthodoxen Auftretens unter anderem durch eine Pilgerfahrt 1993 von der saudiarabischen Haupstadt Riad nach Mekka per Fahrrad hat Olsen im Kopenhagener Außenministerium den Spitznamen "Beduine in Lackschuhen" erhalten. Olsen hat in Fernsehinterviews Verständnis für die unter der irakischen Bevölkerung verbreitete Skepsis gegenüber den Besatzern geäußert. Das einzige Mittel dagegen seien "sehr schnelle Resultate" bei der Verbesserung der praktischen Lebensbedingungen.

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