Beeinträchtigung des geplanten Ergebnis
Advanced Medien verlieren ein Drittel an Wert

Die Aktien des Produzenten und Filmrechtehändlers verloren an Wert, nachdem das Unternehmen seine Prognosen drastisch nach unten korrigiert hat.

Reuters OBERHACHING. Die Aktien des Produzenten und Filmrechtehändlers Advanced Medien AG haben am Donnerstag am Neuen Markt ein Drittel ihres Wertes verloren, nachdem das Unternehmen seine Prognosen drastisch nach unten korrigiert hat. Da sich die Lieferungen dreier Filme in das nächste Jahr verschoben hätten, werde statt der erwarteten 129,3 Millionen DM Umsatz für das laufende Jahr nur noch mit rund 70 Millionen DM gerechnet, teilte das Unternehmen in Oberhaching bei München mit. Eine Sprecherin sagte, auch das geplante Ergebnis werde dadurch beeinträchtigt. Ob Advanced das laufende Geschäftsjahr mit Gewinn oder mit Verlust abschließen werde, sei noch nicht klar.

Bislang hatte das Unternehmen mit einem Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) für das Jahr 2000 von 18,8 Millionen DM gerechnet. Dies könne nicht eingehalten werden, sagte die Sprecherin. In den ersten neun Monaten 2000 verbuchte Advanced nach eigenen Angaben einen Ebit-Fehlbetrag von 3,4 Millionen DM, nachdem das Filmunternehmen im gleichen Vorjahreszeitraum noch 1,6 Millionen DM Ebit verdient hatte. Der Umsatz erhöhte sich auf 55,1 (34,1) Millionen DM. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) stieg auf 25,3 (21,4) Millionen DM. Der Aufbau der Beteiligungen in den USA, der starke Dollar und der Produktionsaufwand für die noch nicht fertiggestellten Filme hätten das Ergebnis belastet, hieß es.

Verzögerung von drei Filmen

Die Advanced-Aktie verlor im Handelsverlauf 34 Prozent und notierte am Mittag mit 2,74 Euro immer noch deutlich unter dem bisherigen Jahrestief von 3,01 Euro.

Die drei Filme hätten sich nur verzögert, seien aber schon erfolgreich weiter lizenziert worden, so dass im ersten Quartal 2001 daraus mit einem zweistelligen Millionen-Umsatz zu rechnen sei, betonte Advanced. Es handele sich dabei um die Produktionen "Heartbreakers" und "Ghost World" sowie um ein nicht genanntes Projekt der im Mai 2000 übernommenen Tochtergesellschaft U.F.O. Der Grund für die Verzögerungen liege nicht bei Advanced, sagte die Sprecherin.

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