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Befragung von Verdächtigen nach Rasterfahndung in Hamburg

Nach Beginn der Rasterfahndung in Hamburg sollen in den nächsten Tagen erste auffällige Personen vernommen werden.

ddp HAMBURG. Wie Andreas Lohmeier vom Hamburger Landeskriminalamt (LKA) am Mittwoch sagte, seien nach dem Abgleich von mehreren zehntausend Daten die von einigen hundert Menschen übrig geblieben. Die betreffenden Personen würden demnächst befragt. Fahndungserfolge seien bisher aber nicht absehbar, hieß es. Als erstes Bundesland hatte Hamburg nach den Terrorattacken am 11. September in den USA die Rasterfahndung angeordnet. Ermittlungen hatten ergeben, dass in der Hansestadt mehrere terroristische "Sleeper" längere Zeit unerkannt lebten.

Bei der Rasterfahndung werden Datenträger nach Angaben des LKA-Experten in einem Computer zusammengeführt und abgeglichen. Festgelegte Suchkriterien funktionierten dabei "wie Siebe". Übrig blieben Personen, auf die sämtliche eingegebene Kriterien zuträfen. Zur Anwendung kämen weniger als zehn "Siebe", sagte Lohmeier.

Die 30-köpfige Sonderkommission zur Rasterfahndung bezog Daten unter anderem von Universitäten und Ausländerbehörden. Problematisch sei, dass die Polizei für ihre Ermittlungen auch Daten benötige, die nicht in Datenbanken verfügbar seien. So würden optische Änderungen wie ein neuer Bart nicht in Datenbanken erfasst.

Die Polizei sei sich der Sensibilität der Rasterfahndung durchaus bewusst, fügte Lohmeier hinzu. Ein Datenschützer arbeite mit den Ermittlern zusammen und stelle sicher, dass lediglich die Daten der am Ende übrig bleibenden Personen eingesehen würden. Nach Abschluss des Verfahrens werden den Angaben zufolge sämtliche Daten gelöscht oder zurückgegeben.

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