Befristete Arbeitserlaubnis für 20.000 IT-Spezialisten
Arbeitsämter können ab 1. August "Green Cards" ausstellen

Wer ausländische IT-Fachkräfte mit einer "Green Card" beschäftigen möchte, kann mehrere Suchwege nutzen. Die Bundesanstalt für Arbeit hat eine Vermittlungsbörse eingerichtet.

adx Nürnberg - Ab 1. August können die Arbeitsämter Arbeitserlaubnisse für IT-Spezialisten aus Ländern außerhalb der EU ausstellen. Die Bundesanstalt für Arbeit in Nürnberg verwies am Donnerstag nochmals auf die Details zur Umsetzung der Regelungen für die "Green Card". Sie gilt ausschließlich für EDV-Spezialisten. Bis zu 20.000 ausländische IT-Spezialisten können im Rahmen der neuen Rechtsverordnungen in den nächsten fünf Jahren eine befristete Arbeitserlaubnis erhalten.

Wer ausländische IT-Fachkräfte mit einer "Green Card" beschäftigen möchte, kann mehrere Suchwege nutzen, um den richtigen Mitarbeiter zu finden. Die Bundesanstalt für Arbeit hat eine Vermittlungsbörse eingerichtet. Arbeitgeber und Bewerber können diese Börse weltweit zur direkten Kontaktaufnahme nutzen. Die Vermittlungsbörse ist im Internet unter www.arbeitsamt.de und dem Stichwort ">>Green Card zu finden. Mit Zustimmung des Arbeitsamtes ist es möglich, eigenständig oder mit Unterstützung eines Personalberaters im Ausland Mitarbeiter zu suchen.

Zusätzlich können zugelassene private Arbeitsvermittler eingeschaltet werden. Eine Arbeitserlaubnis im Rahmen des IT-Sofortprogramms setzt einen Hochschulabschluss in einem einschlägigen Studiengang oder die Zusage des zukünftigen Arbeitgebers über ein Bruttogehalt von mindestens 100 000 Mark jährlich voraus.

Firmen, die einen ausländischen IT-Spezialisten einstellen möchten, müssen die "Green Card" beim örtlichen Arbeitsamt beantragen. Die Arbeitsvermittlung prüft dann, ob der Arbeitsplatz mit einem Bewerber aus dem Inland oder einem anderen Staat der Europäischen Union besetzt werden kann. Ist dies nicht möglich, erhält der Arbeitgeber für den Kandidaten seiner Wahl umgehend, spätestens jedoch innerhalb einer Woche, die Zusicherung auf eine Arbeitserlaubnis. Dazu müssen dem Arbeitsamt jedoch alle erforderlichen Unterlagen bereits vorliegen.

Die ausländischen Computer-Experten können in die Bundesrepublik einreisen, wenn sie der deutschen Auslandsvertretung in ihrem Heimatland die Zusicherung auf eine Arbeitserlaubnis vorlegen. Eine Zustimmung der örtlichen Ausländerbehörde ist nur dann erforderlich, wenn die Landesbehörden der Aufenthaltsgenehmigung nicht bereits generell zugestimmt haben. Die Unterlagen muss der zukünftige Arbeitgeber dem Bewerber zusenden. hsi/hoe

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