Befristete Rabattaktionen zusätzlich
Einzelhandel will Schlussverkäufe erhalten

Der Hauptverband des Deutschen Einzelhandels (HDE) hat sich gegen eine in einem Zeitungsbericht ins Gespräch gebrachte Abschaffung von Schlussverkäufen ausgesprochen.

Reuters BERLIN. "Wir brauchen einfach das Instrument Schlussverkauf, damit eben alle im selben Zeitraum ihre Reduzierungen vornehmen können", sagte HDE-Sprecher Hubertus Pellengahr am Montag im "Deutschlandfunk". Dies sei auch für Verbraucher sinnvoll, weil sie trotzdem noch Preise unterschiedlicher Anbieter miteinander vergleichen könnten. "Die Schlussverkäufe haben sich bewährt. Die Unternehmen wollen sie beibehalten und die Verbraucher nehmen sie auch gerne wahr." Allerdings wolle der Verband auch außerhalb der Schlussverkäufe mehr Freiheit für befristete Rabattaktionen haben.

Das "Handelsblatt" hatte zuvor berichtet, Bundesjustizministerin Herta Däubler-Gmelin (SPD) habe der Zeitung bestätigt, dass die Bundesregierung saisonale Begrenzungen von Rabattaktionen aufheben wolle. Damit könnten Sonderaktionen wie etwa der Sommerschlussverkauf gekippt werden, hatte die Zeitung berichtet.

Pellengahr sagte dazu, der Verband stehe seit geraumer Zeit mit dem Justizministerium in Gesprächen über eine vernünftige Weiterentwicklung des Wettbewerbsrechts. Dies müsse aber weiter Regeln für die Preistransparenz und den Wettbewerbsschutz enthalten. Gänzlich unterschiedliche Ansichten zu dem Thema sehe er zwischen HDE und der Politik nicht: "Ich glaube, dass wir hier in einer Linie mit dem Ministerium liegen."

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