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Befürchtete Krawalle bei Sicherheitskonferenz blieben aus

Die befürchteten Krawalle am Rande der 38. Münchner Sicherheitskonferenz sind angesichts eines massiven Polizeiaufgebots ausgeblieben.

rtr MüNCHEN. "Die Aktionen liefen auf beiden Seiten weitgehend gewaltfrei", sagte Polizeisprecher Wolfgang Wenger am Sonntag kurz vor dem Ende der Tagung. Die Polizeipräsenz habe Ausschreitungen verhindert. Am Samstag waren trotz eines gerichtlichen Demonstrationsverbots rund 7000 Demonstranten durch die Altstadt gezogen und hatten sich dort über zehn Stunden eine Verfolgungsjagd mit rund 1000 Sicherheitskräften aus dem ganzen Bundesgebiet geliefert. Bis zum Sonntagmittag wurden 850 Demonstranten festgesetzt oder in Gewahrsam genommen. Die Lage blieb zunächst ruhig.

Der bayerische Verwaltungsgerichtshof hatte alle Proteste und Demonstrationen von NATO-Gegnern um Umfeld der Konferenz von rund 300 Verteidigungs- und Sicherheitsexperten verboten. Die Polizei hatte 3500 Beamte zusammengezogen, die das Tagungshotel hermetisch abriegelten und das ganze Wochenende über Präsenz im Stadtzentrum zeigten. Am Rande des illegalen Protestzugs seien dennoch mehrere Polizeifahrzeuge von Demonstranten beschädigt worden, sagte Wenger. Verletzt wurde niemand. Zu gewalttätigen Ausschreitungen kam es nicht, obwohl bis zu 3000 gewaltbereite Störer erwartet worden waren. Mehrere Geschäfte in der Innenstadt hatten vorsorglich Fensterscheiben vernagelt.

43 festgenommene Demonstranten blieben den Angaben zufolge in Polizeigewalt und sollen dem Ermittlungsrichter vorgeführt werden. Rund 300 Protestierer wurden auf den Zufahrtsstraßen zurückgeschickt. Das Münchner Friedensbündnis sprach von "skandalösen Massenfestnahmen".

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