Befürchtungen durch neue Kabelbetreiber
RTL gibt es nur im Paket

Nach der weitgehenden Übernahme der regionalen Kabelnetze durch private Investoren will die Sendergruppe RTL Television den neuen Kabelnetzbetreibern ihre Programme nur im Paket zur Verfügung stellen.

Reuters MÜNCHEN. Sollten kleine Sender wie VOX vom Kabelnetz ausgeschlossen werden, ziehe sich auch der große Sender RTL zurück, sagte RTL-Geschäftsführer Gerhard Zeiler am Mittwoch auf den Medientagen in München. Hintergrund ist die Befürchtung deutscher Fernsehsender, dass der neue Kabelnetzbetreiber Liberty Media eigene Inhalte anbieten und Konkurrenten möglicherweise ausschließen könnte.

Der US-Konzern Liberty Media hatte kürzlich die Mehrheit an sechs regionalen Kabelnetzen der Telekom übernommen. Die Sorge, dass Liberty Media etablierte Anbieter ausschließen könnte, sei bei der RTL-Gruppe "nicht sehr groß", sagte Zeiler weiter.

Vertraglich sei es möglich, den quotenbringenden Sender RTL in einem solchen Fall aus dem Kabelangebot herauszunehmen. "Dann würde eben die Satellitenindustrie gefördert", sagte Zeiler. Er könne es sich nicht vorstellen, dass ein Kabelnetzbetreiber seinen eigenen Verbreitungsweg beschädigen wolle. Die zum Medienkonzern Bertelsmann gehörende Sendergruppe RTL ist an VOX beteiligt.

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