Befürchtungen um US-Wirtschaft belasten: Lustlose Stimmung an der Wall Street

Befürchtungen um US-Wirtschaft belasten
Lustlose Stimmung an der Wall Street

Die Wall Street hat am Dienstag nur geringe Schwankungen nach beiden Seiten gezeigt. Der Handel war lustlos. Die Anleger warten auf die in den kommenden Tage und Wochen zu erwartenden Geschäftsergebnisse der US-Unternehmen für das erste Quartal. Hinzu kam die Sorge über die Entwicklung der amerikanischen Wirtschaft nach dem Irak-Krieg.

Reuters NEW YORK. Wieder auflebende Befürchtungen wegen der nur schleppenden Erholung der US-Wirtschaft und schwacher Unternehmensgewinne haben die Kurse an den US-Aktienbörsen am Dienstag im Schlussgeschäft durchweg leicht ins Minus gedrückt.

Der Standardwerte-Index Dow-Jones verlor 0,02 Prozent auf rund 8 298 Zähler. Die US-Technologiebörse Nasdaq gab 0,47 Prozent auf 1 382 Punkte ab und der breiter gefasste S&P-500-Index sank um 0,19 Prozent auf 878 Punkte.

Händlern zufolge hatte sich der Markt nach später dementierten Gerüchten über Meldungen arabischer Fernseh-Sender, wonach der irakische Präsident Saddam Hussein bei einem US-Angriff getötet worden sei, kurzfristig erholt. Im Verlauf hätten die Investoren sich aber wieder den zuletzt schwachen US-Konjunkturdaten und der bevorstehenden Saison der Quartalsergebnisse von US-Unternehmen zugewandt. "Wir befinden uns in einer Phase, in der die Nachrichtenlage aus dem Irak sich offenbar etwas stabilisiert. Aber wir warten auf richtungweisende Signale ... wie sich die Wirtschaft nach dem Krieg entwickeln wird", sagte Cary Nordan vom Haus BB&T Asset Management.

"Die Reaktionen auf die Ereignisse in Irak fallen mäßiger aus. Wir werden gewinnen. Das sollte eine Sache von Wochen sein", sagte Bill Strazzullo, Stratege bei State Street Corp. "Aber nun werden die Leute ihre Aufmerksamkeit wieder stärker den Fundamentaldaten und den Gewinnen zuwenden, die nicht sehr vielversprechend aussehen", fügte er hinzu.

Der Dow-Jones-Wert Altria Group Inc legte 3,38 Prozent auf 30,00 Dollar zu, nachdem ein Gericht im US-Bundesstaat Illinois eine Schadenersatzzahlung der Zigaretten-Tochter Philip Morris im Zusammenhang mit einem Rechtsstreit um leichte Zigaretten über drei Milliarden Dollar an den Staat blockiert hatte. Altria hatten fast während der gesamten Sitzung das Börsenbarometer Dow-Jones gestützt und im Plus gehalten.

Händlern zufolge belastet die Ankündigung eines höheren Verlusts durch den Chip-Hersteller für Mobiltelefone, RF Micro den Technologiesektor. RF Micro-Aktien verloren 11,9 Prozent auf 5,33 Dollar. Das Unternehmen hatte am Vortag nach Börsenschluss erklärt, wegen unerwartet schwacher Nachfrage nach seinen profitableren Produkten werde der Verlust im vierten Quartal noch höher als zuvor prognostiziert ausfallen.

Die Titel des Chip-Herstellers Microchip Technology fielen um 9,11 Prozent auf 18,66 Dolar, nachdem das Unternehmen am Vortag angekündigt hatte, der Gewinn im vierten Quartal werde die Erwartungen nicht erfüllen.

In den Abwärtssog gerieten auch die Papiere des Chip-Ausrüsters Applied Materials. Diese gaben 3,39 Prozent auf 13,41 Dollar nach. Die Aktien des weltgrößten Chipherstellers Intel folgten der schwächeren Entwicklung und gaben 1,44 Prozent auf 17,10 Dollar ab.

Die Aktien von AT&T Wireless verloren nach einem Zeitungsbericht, wonach der Konzern 1800 seiner 3800 Beschäftigten im Informationstechnologie-Sektor entlassen will, um die Kosten weiter zu senken, 2,76 Prozent auf 6,70 Dollar.

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