Begeisterter Empfang durch tausende Anhänger
Früherer libanesischer Präsident Gemayel aus Exil zurückgekehrt

Beirut (AP) Nach zwölf Jahren im französischen Exil ist der frühere libanesische Staatspräsident Amin Gemayel am Sonntag in sein Heimatland zurückgekehrt. Bei seiner Ankunft in Beirut wurde er von Familienangehörigen und Medienvertretern erwartet; in seinem Heimatort Bikfaja bereiteten ihm 3.000 Anhänger einen begeisterten Empfang. Er sei vom Präsidenten Emile Lahoud und von Regierungsvertretern ermutigt worden, aus dem selbst gewählten Exil in Frankreich zurückzukommen, erklärte Gemayel. "Heute ist der glücklichste Tag meines Lebens", sagte der frühere Staatschef, "ich komme mit offenem Herzen und ausgestreckter Hand."

Gemayel war von 1982 bis 1988 libanesischer Staatspräsident und wandte sich in seiner Amtszeit gegen die syrische Militärpräsenz und den politischen Einfluss Syriens in Libanon. 1983 hatte seine Regierung mit Israel ein Abkommen über den Abzug der israelischen Truppen aus Libanon ausgehandelt; auf Druck Syriens verweigerte Gemayel jedoch seine Unterschrift unter dem Vertrag. In einer Erklärung betonte das frühere Staatsoberhaupt aber, er sei jetzt zu einer "brüderlichen und fruchtbaren Zusammenarbeit" mit dem neuen syrischen Präsidenten Baschar el Assad bereit. Frühere Anläufe, das Exil aufzugeben, waren gescheitert, weil Gemayel eine strafrechtliche Verfolgung wegen seiner Kontakte zu Israel befürchtete. Die Rückkehr aus dem Exil am Sonntag erfolgt nur einen Monat vor den Parlamentswahlen, bei denen Gemayels Sohn antreten will.

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