Begeisterung in den Austragungsorten
Gipfeltreffen mit Blatter und Beckenbauer

Der Fußball-Weltverband FIFA hat den Organisatoren der Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland Bestnoten für den Stand der Vorbereitungen erteilt und die Bereitschaft signalisiert, bestehende Differenzen bei einem Gipfeltreffen auszuräumen.

HB/dpa DÜSSELDORF/KAISERSLAUTERN. "Es wird in naher Zukunft zu einem Spitzengespräch kommen", erklärte OK-Vizepräsident Wolfgang Niersbach am Montag in Kaiserslautern zum Abschluss einer achttägigen Inspektionsreise durch die zwölf WM-Austragungsorte.

Das Treffen zwischen der FIFA-Spitze mit Präsident Joseph Blatter und Generalsekretär Urs Linsi sowie dem von Franz Beckenbauer angeführten OK-Präsidium wird voraussichtlich in der kommenden Woche stattfinden. "Die FIFA hat uns nun das Gespräch angeboten, das sie vorher abgelehnt hat. So gesehen hat die Kritik etwas genutzt", erklärte Beckenbauer.

Vor allem in den Bereichen Ticketing und Hotellerie liegen FIFA und OK nicht auf einer Wellenlänge. "Es muss gemeinsame Konzepte geben, die von allen getragen werden", forderte Niersbach eine Annäherung. Das uneingeschränkte Lob der FIFA-Inspekteure für den Stand der Vorbereitungen dürften die WM-Organisatoren dagegen mit Wohlwollen zur Kenntnis genommen haben. "Wahrscheinlich war es noch nie der Fall, dass ein Ausrichter drei Jahre vor der WM so weit ist.

Dazu können wir nur gratulieren", bilanzierte FIFA - Kommunikationsdirektor Markus Siegler. Und Niersbach verkündete stolz: "Wir können versprechen, zur WM Stadien anzubieten, um die uns die ganze Welt beneidet. Es werden Stadien der absoluten Extraklasse sein."

1974 nur ein reines Fußball-Stadion

Während bei der WM 1974 lediglich in einem reinen Fußball-Stadion (Dortmund) gespielt wurde, werden es 2006 mindestens neun sein. Dazu gehört auch das Fritz-Walter-Stadion in Kaiserslautern, wo die FIFA - Inspekteure am Montag ihre Rundreise beendeten. "Der Weltverband hat mit Befriedigung zur Kenntnis genommen, dass sich die Lage in Lautern beruhigt hat", meinte Siegler. Keine reinen Fußball-Arenen stehen in Berlin, Nürnberg und Stuttgart. Dort entscheidet der Gemeinderat am 22. Mai, ob die Laufbahn im Gottlieb-Daimler-Stadion verbleibt oder entfernt wird. "Wir wären natürlich nicht unglücklich darüber, wenn auch dort ein reines Fußball-Stadion entstünde", sagte Siegler, der in den meisten Arenen noch kleinen Nachbesserungsbedarf sieht. "Dabei geht es aber nicht um qualitative Dinge, sondern Dimensionen bestimmter Bereiche", so der Kommunikationschef der FIFA.

Siegler lobte auch die Begeisterung, die in allen Städten zu spüren gewesen sei. "Das war ein klares Bekenntnis, eine fantastische WM auszurichten." Bis zum Sommer 2005 sollen alle 12 Stadien, deren Bau insgesamt rund 1,5 Milliarden Euro kostet, fertiggestellt sein. Die Finanzierung ist laut Niersbach überall gesichert. "Mit dem Projekt haben wir die Stadion-Infrastruktur in Deutschland auf Jahrzehnte entwickelt", meinte der OK-Vizepräsident. Als Beweis für die Modernität und Funktionalität der Stadien führte Niersbach ins Feld, dass jeder Fan bei den Spielen einen Sitzplatz und ein Dach über dem Kopf haben wird. "Keiner wird mehr im Regen stehen wie beim legendären Polen-Spiel 1974", versprach Niersbach.

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