Beginn am Donnerstag
UMTS-Auktion in Italien soll bis zu 30 Mrd Euro erlösen

Ab Donnerstag wird sich im Wettbewerb um die europäischen Mobilfunklizenzen der dritten Generation ein weiteres Kapitel öffnen: Die UMTS-Auktion in Italien beginnt.

vwd MAILAND. Ab Donnerstag wird sich im Wettbewerb um die europäischen Mobilfunklizenzen der dritten Generation ein weiteres Kapitel öffnen: Die UMTS-Auktion in Italien beginnt. Doch nach den exorbitant hohen Summen in Deutschland und Großbritannien werden Analysten zufolge die Preise in Italien nicht mehr so astronomisch hoch ausfallen. Pro Lizenz sei in Italien nur mit vier bis sechs Mrd Euro zu rechnen, was einer Gesamtsumme von 20 bis 30 Mrd Euro entspricht. Zum Vergleich: In Deutschland und Großbritannien waren seinerzeit 51 Mrd. bzw. 37 Mrd Euro erlöst worden.

Grund für die eher zurückhaltenden Erlösprognosen: Die Goldgräberstimmung im italienischen Mobilfunkmarkt ist auf Grund der relativ hohen Marktpenetration von 60 % bereits verebbt. Die Bieter dürften daher nicht mehr zur Zahlung solcher Summen wie etwa in Deutschland bereit sein, hieß es. Zudem konkurrieren um die zu vergebenden fünf Lizenzen insgesamt nur sechs Wettbewerber.

Daher wird der Donnerstag nicht nur wegen des alleinigen Beginns der Auktion spannend. Spekulationen zufolge soll einer der Bieter, das Blu-Konsortium unter Führung der British Telecommunications plc (BT), London, sich noch vor Beginn der Versteigerung zurückziehen. Dadurch könnte die italienische Regierung gezwungen sein, eine der angebotenen Lizenzen in letzter Minute zurückzuziehen, um für genügend Wettbewerb unter den verbliebenen Bietern zu sorgen.

Neben der Telecom Italia Mobile Spa (TIM), Tochter der Telecom Italia SpA, beide Rom, zählen die bisherigen GSM Omnitel Pronto Italia SpA, -Netzbetreiber Corsico, unter Beteiligung der Vodafone Group plc, Newbury, sowie das Konsortium Wind aus France Telecom SA, Paris und Enel SpA, Rom, zu den Bietern. Als reine Newcomer in Italien gelten das Andala-Konsortium unter Führung der Hutchison Whampoa Ltd, Hongkong, und das IPSE-Konsortium mit seinem größten Aktionär, der Madrider Telefonica SA.

Die Auktion beginnt täglich um 9.00 Uhr MESZ, mit einem Mindestintervall von 15 Minuten zwischen den Bietrunden. Der Basispreis je Lizenz beträgt vier Bill ITL. Jeder Bieter kann um drei Pausen und eine Unterbrechung bitten. Falls um eine Pause gebeten wird, ist der Bieter von der Teilnahme an der nächsten Bietrunde freigestellt. Bei einer Unterbrechung wird die Auktion gestoppt und je nach dem Zeitpunkt der Bitte bis zum nächsten oder übernächsten Morgen ausgesetzt. Die Ergebnisse der Auktion werden zeitnah im Internet unter www.comunicazioni.it veröffentlicht.



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