Beginn der Auto Mobil International
Rekordpreise für Sprit bremsen Interesse am Auto nicht

Auch die derzeitigen Rekordpreise für Sprit können die Begeisterung der Deutschen für das Auto nicht bremsen. Zehntausende strömten zur Auto Mobil International, die am Wochenende auf der neuen Leipziger Messe begann. Mit einer Rekordbeteiligung von 420 Ausstellern aus 20 Ländern präsentiert sich die erste bedeutende Autoschau Deutschlands in diesem Jahrtausend bis zum 29. April. 40 Automarken stellen ihren aktuellen Modelle vor. Mehr als 30 Deutschland- und Europapremieren werden offeriert.

dpa-afx LEIPZIG. Von einer Flaute auf dem deutschen Absatzmarkt war in Leipzig nichts zu spüren. "Wir sind sehr zufrieden mit der Besucherresonanz", sagte der Leiter für Öffentlichkeit der Leipziger Messe, Thomas Tenzler. Die Autohersteller dürfte es freuen, denn sie beklagen einen unerwartet schlechten Absatz in den ersten drei Monaten dieses Jahres. Mit 834 000 Neuwagen lag er im Vergleich zum erstem Quartal des Vorjahres um knapp 7 % niedriger, in den neuen Bundesländern waren es sogar 13 %.

Von der Leipziger Automesse erhoffen sich die Hersteller nachhaltige Impulse für den Absatz. "Die Genfer Frühjahrspremieren werden hier erstmals dem deutschen Käufer hautnah vorgestellt", sagte Messechef Werner Matthias Dornscheidt.

Die Automesse zeigt die gesamte Bandbreite der Fahrzeuge vom Kleinwagen und Offroader bis hin zu Luxuslimousinen und dem 462 PS starken Sportwagen 911 GT2 von Porsche. Auch die gesamte Palette der Nutzfahrzeuge ist in Leipzig präsent. Alle führenden europäischen Autohersteller gehen mit ihren aktuellen Baureihen an den Start. Blickfang ist dort ein vom Star-Designer Luigi Colani entworfener Lastkraftwagen. Auch für die Profis aus der Kfz-Industrie hat Leipzig mit der parallel zur Automesse stattfindenden AMITEC, der Messe für Fahrtzeugteile, Werkstatt- und Tankstellenausrüstungen (bis 25. April) etwas zu bieten. 200 Aussteller offerieren dort ihre Neuerungen.

Auch Erdgasfahrzeuge interessant

Andrang herrschte am Wochenende an allen Ständen. Das Interesse bei Lack und Chrom konzentrierte sich jedoch angesichts der hohen Benzinpreise auf Dieselfahrzeuge. "Ein Trend, der schon länger zu beobachten ist", sagte der Präsident des Verbandes der Importeure von Kraftfahrzeugen (Bad Homburg) Volker Lange. Der Verband gehe im ersten Quartal dieses Jahres von einem Wachstum von rund 20 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum aus. Der Marktanteil der Dieselfahrzeuge dürfte nach Einschätzung von Lange im laufenden Jahr mit mehr als 35 % wiederum auf ein Rekordniveau wachsen.

Auch Wagen mit alternativen Energiequellen finden verstärkt das Interesse der Besucher. Unter dem Motto "Erdgasfahrzeuge - Gaswirtschaft und Automobilhersteller gehen in die Offensive" präsentieren sich erstmals namhafte Automobilhersteller und Unternehmen der Gaswirtschaft. Fiat, Volvo und Ford stellen dort ihre neuesten Modelle vor.

"Erdgasfahrzeuge sind bereits viele Jahre marktreif", sagte ein Sprecher der Verbundnetz Gas AG Leipzig. Deutschlandweit seien bereits 10 000 erdgasbetriebene Fahrzeuge unterwegs. Erdgas sei 50 % billiger als die vergleichbare Menge Super. Für die meisten der derzeit arg gebeutelten Autofahrer ist Erdgas jedoch heute noch keine Alternative. Im gesamten Bundesgebiert gibt es derzeit nur 180 Tankstellen für Erdgas.

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