Beginn erst 2002
Eichel will offenbar Einstieg in Zusatzvorsorge verschieben

Reuters BERLIN. Bundesfinanzminister Hans Eichel (SPD) strebt offenbar an, den Einstieg in die staatlich geförderte private Altersvorsorge um ein Jahr auf 2002 zu verschieben. In Koalitionskreisen hieß es am Montag in Berlin, Eichel habe vorgeschlagen, den Aufbau der kapitalgedeckten Altersvorsorge nicht schon im kommenden Jahr, sondern erst ab 2002 mit einem Beitrag von einem Prozent des Bruttolohnes zu beginnen. Der Beitrag solle dann 2004, 2006 und 2008 um je einen Prozentpunkt auf die geplanten vier Prozent anwachsen. Nach dem bisher vorgelegten Modell der Koalition sollte der von der Steuer absetzbare Beitragssatz von 2001 an in Schritten von 0,5 % bis 2008 auf die Endstufe von vier Prozent steigen.

Den Kreisen zufolge wurden bei einem Gespräch Eichels mit Finanzexperten von SPD und Grünen am Montagnachmittag aber noch keine Entscheidungen über den Zeitplan getroffen. Der Vorschlag für vier Schritte von je einem Prozentpunkt war aus der SPD gekommen. Eichel befürchtet nun aber offenbar, dass bei einem Einstieg mit einem Prozent schon ab 2001 die angestrebte Haushaltskonsolidierung gefährdet werde. Im kommenden Jahr tritt bereits eine umfangreiche Stufe der Steuerreform in Kraft, die den Etat stark belastet. Den Kreisen zufolge ist Arbeitsminister Walter Riester (SPD) mit dem Vorschlag Eichels einverstanden.

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