Begleitung und Unterstützung des Wiederaufbaus
Berlin gibt für Wiederaufbau in Afghanistan 160 Mill. DM aus

Deutschland wird den Wiederaufbau von Afghanistan mit 160 Mill. DM unterstützen. Das geht aus einem zwischen Außenministerium und Kanzleramt abgestimmten internen Papier hervor, das der dpa am Freitag in Berlin vorlag.

dpa BERLIN. Wenige Tage vor der auf dem Petersberg bei Bonn stattfindenden Afghanistan-Konferenz wies Deutschland noch einmal die Rolle als Vermittler bei dem Treffen zwischen den Vereinten Nationen und den afghanischen Gruppen zurück. "Die Bundesregierung ist Gastgeber", heißt es in dem Papier. Die Ausrichtung der am Montag beginnenden Konferenz zeige das breite Engagement Deutschlands, etwa als Vorsitz der humanitären Unterstützungsgruppe für Afghanistan. Außerdem kämen die traditionell engen Beziehungen zu Afghanistan zum Tragen, aber auch die unparteiische Rolle gegenüber allen Beteiligten.

Die Verantwortung für einen tragfähigen Kompromiss zur Bildung einer Übergangsregierung liege in erster Linien in den Händen der afghanischen Gruppen selbst. Die Verantwortung der internationalen Gemeinschaft konzentriere sich auf Begleitung und Unterstützung des Wiederaufbaus. Die eigentliche Geberkonferenz soll voraussichtlich Mitte Januar in Tokio stattfinden. "Die von der Bundesregierung eingebrachten Prioritäten - Ernährungssicherung, Saatgut, Frauenförderung, Gesundheits- und Bildungsinfrastruktur - fanden breite Unterstützung und Akzeptanz", heißt es in dem Papier.

Die Beteiligung von Frauen am politischen Prozess werde konstruktives Element jeder demokratischen Entwicklung in Afghanistan sein müssen. In dem internen Papier heißt es, die UN-Entwicklungsorganisation kalkuliere die Wiederaufbaukosten in einer ersten Schätzung auf etwa 6,5 Mrd. $ während der nächsten fünf Jahre. "Andere Schätzungen gehen von bis zu 25 Mrd. $ aus", heißt es. Insgesamt werde es die größte internationale Wiederaufbauhilfe nach dem Marschallplan sein.

Die Konferenz wird an diesem Montag beginnen und nach Auskunft des Auswärtigen Amtes weitgehend unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden. Die Dauer bleibt weiter offen.

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