"Begrenzte Operationen"
Iranische Regierung bestätigt Raketenangriffe auf Irak

Die iranische Regierung hat am Donnerstag Angriffe auf Stellungen der bewaffneten Oppositionsbewegung Volksmudschahedin in Irak bestätigt. Es habe sich um "begrenzte Operationen" gehandelt, schrieb der iranische UN-Botschafter Hadi Nedschad-Hosseinian an den Vorsitzenden des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen.

afp TEHERAN. In dem Brief, den die iranische Nachrichtenagentur IRNA am Donnerstag veröffentlichte, wurden die Angriffe als Vergeltungsschläge für "terroristische Angriffe" der Volksmudschahedin bezeichnet. Ziel seien Kommandozentralen sowie Ausbildungs- und Nachschublager der Volksmudschahedin gewesen. Die Angriffe richteten sich gegen drei Stellungen rund 100 Kilometer nordöstlich von Bagdad und drei Lager im Süden Iraks.

Der irakischen Regierung zufolge starben bei den Angriffen am Mittwoch ein Kämpfer und zwei Zivilisten. Nach Ansicht des Botschafters verletzten die Angriffe nicht die territoriale Integrität Iraks. "Iran respektiert die territoriale Integrität Iraks und wünscht die Entwicklung freundschaftlicher Beziehungen zu seinem Nachbarn", schrieb Nedschad-Hosseinian. Iran wirft Irak vor, die von ihm als terroristisch eingestuften Mudschahedin zu unterstützen. Iran und Irak hatten von 1980 bis 1988 einen blutigen Krieg gegeneinander geführt. Einen Friedensvertrag gibt es bis heute nicht.

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