Begrenzte Wachstumsmöglichkeiten für Warenhäuser in Deutschland
Kaufhof übernimmt belgische Warenhauskette

Die Metro-Tochter Kaufhof AG hat als ersten Schritt zur angekündigten Internationalisierung die belgische Warenhauskette Inno übernommen.

rtr DÜSELDORF. Der Kaufpreis liege im niedrigen zweistelligen Millionen-Euro-Bereich, sagte ein Metro-Sprecher am Freitag. Wie der Düsseldorfer Handelskonzern weiter mitteilte, muss die Europäische Union dem Geschäft noch zustimmen. Die zur Einzelhandelsholding GIB Group in Brüssel gehörende Inno betreibt den Angaben zufolge 15 Warenhäuser und erzielte 2000 mit 1 600 Mitarbeitern rund 225 Mill. Euro Umsatz. Die Inno sei in Spitzenlagen der wichtigsten Städte vertreten und werde das Galeria-Konzept des Kaufhof übernehmen.

Die Übernahme begründete Metro damit, dass in Deutschland nur noch ein begrenztes Wachstum im Warenhausbereich möglich sei. Die Immobilien der Inno verblieben im Bestand der GIB, hieß es weiter. Kaufhof betreibt eigenen Angaben zufolge in Deutschland 132 Filialen und erzielte 1999 mit 30 000 Mitarbeitern einen Umsatz von rund 4 Mrd. Euro.

Mitte März hatte Metro-Vorstandsprecher Hans-Joachim Körber angekündigt, mit dem Kaufhof ins Ausland zu gehen. Dabei werde an Kooperationen mit ausländischen Unternehmen gedacht, wobei man bis zu 49 % an Kaufhof abgeben könnte, hatte Körber damals gesagt. Anfang April hatte er noch gesagt, es gebe keine konkreten Verhandlungen.

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