Begründung: Großer Schaden droht
Bush greift in Arbeitskampf ein - Häfen öffnen wieder

Auf Antrag der US-Regierung ordnete ein Gericht die Öffnung der Häfen an der Westküste an. Die Hafenbetreiber hatten die Arbeitnehmer seit acht Tagen ausgesperrt.

rtr SAN FRANCISCO. Ein US-Gericht in San Francisco hat auf Antrag der Regierung die Öffnung der wegen eines Arbeitskampfes seit Tagen gesperrten Häfen der US-Westküste angeordnet. Der Richter forderte am Dienstag per einstweiliger Anordnung von den Hafen-Betreibern, die seit acht Tagen verhängte Aussperrung von Arbeitnehmern zu beenden. Gleichzeitig setzte er als Termin für eine erneute Verhandlung den 16. Oktober fest. Die Hafen-Vereinigung PMA erklärte, die 29 betroffenen Häfen könnten am Mittwochnachmittag wieder geöffnet werden. Dann kann mit der Entladung von etwa 200 Schiffen begonnen werden, die wegen der Arbeitskampfmaßnahmen derzeit vor der US-Westküste liegen.

In den Arbeitskampf hatte sich auch US-Präsident George W. Bush eingeschaltet. "Es kann nicht zugelassen werden, dass der Streit zwischen Management und Arbeiterschaft der Wirtschaft weiter schadet und Tausende von Amerikaner von der Arbeit fern hält", sagte Bush vor der Gerichtsentscheidung. Seinen Worten zufolge kostet die Häfen-Sperrung die weltgrößte Volkswirtschaft täglich eine Milliarde Dollar und gefährdet das Wohl der Bevölkerung sowie die nationale Sicherheit.

Am Sonntag waren die Schlichtungs-Verhandlungen im umfangreichsten Arbeitskampf in den Westküste-Häfen seit 30 Jahren abgebrochen worden. Die PMA hatte vor mehr als einer Woche die Hafenarbeiter ausgesperrt und dies mit Bummelstreiks der Gewerkschaft ILWU begründet. In dem Streit geht es um die Einführung moderner Technologie, die den Betrieb der Häfen effektiver machen soll. Die Gewerkschaft befürchtet dadurch einen Verlust traditioneller Arbeitsplätze.

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