"Behalten uns Klage vor"
BASF: Bußgeld ist "unangemessen hoch"

Die BASF hat das von der EU verhängte Bußgeld von 296,16 Mill. Euro wegen verbotener Preisabsprachen bei Vitaminpräparaten als "unangemessen hoch" kritisiert. "Wir haben diese Höhe nicht erwartet", sagte BASF-Sprecher Hartmut Unger am Mittwoch in Ludwigshafen.

dpa LUDWIGSHAFEN. Nach dem ersten Bußgeldfall in den USA habe die BASF Maßnahmen ergriffen, um künftige Kartellabsprachen zu verhindern. Zudem habe das Unternehmen mit den EU-Kartellbehörden kooperiert. Vor diesem Hintergrund fühle man sich "ungerecht behandelt".

Nach Ungers Darstellung hatte die BASF wegen des Bußgeldes Rückstellungen gebildet. Diese seien jedoch nicht so hoch wie die zu zahlende Summe. Die BASF werde das Urteil der EU nun genau prüfen und behalte sich eine Klage dagegen vor. "Wenn wir klagen sollten, kann das Einfluss auf die Höhe haben." Zur Höhe der Rückstellungen wollte Unger keine Angaben machen.

Die EU-Kommission hatte am Mittwoch gegen den Ludwigshafener Chemiekonzern BASF das Bußgeld verhängt. Insgesamt müssen acht Unternehmen eine Rekordbuße von 855,22 Mill. Euro (1,67 Mrd. DM) zahlen.

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