Behandlung in Würzburger Klinik
Ringer-As Leipold geht es besser

Ringer-As Alexander Leipold aus Karlstein ist nach seinem Mitte vergangener Woche erlittenen Schlaganfall offenbar auf dem Weg der Besserung. "Wir sind besorgt, aber hoffnungsvoll", sagte am Sonntag Wolfgang Nitzschke, der Cheftrainer des Deutschen Ringer-Bundes (DRB.

HB/dpa LEIPZIG. Nitzschke war am Samstag mit dem Rest der Mannschaft vom Trainingslager aus Usbekistan zurückgekehrt und hatte seinen erfolgreichsten Freistil-Spezialisten gemeinsam mit dessen Frau in der Spezialklinik in Würzburg besucht

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"Ich habe eine Stunde lang mit ihm gesprochen. Er konnte sich ganz normal mit mir unterhalten. Er konnte sprechen, gehen, greifen und fühlen - zeigte also keine Lähmungserscheinungen. Er hatte zuvor kurzzeitig Sprachprobleme und spürte noch ein Kribbeln im Arm", erläuterte Nitzschke. Er wolle nichts verharmlosen. "Das ist eine ganz ernste Situation, doch Alex liegt nicht gelähmt im Bett, wie ich in den letzten Tagen einige Male lesen musste", fügte der DRB- Cheftrainer an.

Sicher ist, dass der für Schifferstadt startende 34 Jahre alte mehrfache Welt- und Europameister einen Schlaganfall erlitten hat. Nachdem er ständig ein Kribbeln in den Armen gespürt hatte, war Leipold zur spezialärztlichen Behandlung vorzeitig aus dem Trainingslager in Usbekistan nach Hause geflogen. "In der Klinik ist er in besten Händen", betonte Nitzschke, der sich aber nicht zur medizinischen Diagnose äußern wollte.

"Ich bin kein Arzt. Ich weiß aber, dass er ein starker Mann ist, ein Kämpfertyp. Deshalb hoffen wir, dass er alles ordentlich übersteht. Am wichtigsten ist, dass er wieder gesund wird. Alles andere wird man später sehen. Spekulationen über Ende oder Fortsetzung seiner Laufbahn halte ich zum gegenwärtigem Zeitpunkt für unanständig", bemerkte Nitzschke, der Leipold Anfang der kommenden Woche erneut besuchen wird.

Leipold galt nach seinem zweiten Platz bei den diesjährigen Europameisterschaften als heißestes Eisen der deutschen Ringer für die Weltmeisterschaften Mitte September in New York. Bei den Olympischen Spielen 2004 in Athen wollte der Schifferstädter noch einmal nach Gold greifen. Vor drei Jahren war ihm der Olympiasieg von Sydney in der Klasse bis 76 kg nach einem positiven Dopingtest (Nandrolon) aberkannt worden. Leipold hatte aber stets seine Unschuld beteuert und sich nach der Dopingsperre wieder in die Weltspitze zurückgekämpft.

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