Behandlungskosten könnten deutlich gesenkt werden
Neue Therapie gegen Arthrose

Mit Hilfe der Gentechnik könnten die Kosten zur Behandlung der Arthrose schon bald um 90 Prozent gesenkt werden. Auf dem Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie in München wurde ein neues Verfahren vorgestellt, bei dem das Blut der Patienten im Labor zur Bildung entzündungshemmender Stoffe angeregt wird.

ap München. Mit Hilfe der Gentechnik könnten die Kosten zur Behandlung der Arthrose schon bald um 90 Prozent gesenkt werden. Auf dem Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie in München wurde ein neues Verfahren vorgestellt, bei dem das Blut der Patienten im Labor zur Bildung entzündungshemmender Stoffe angeregt wird. Anschließend werden diese Proteine in das kranke Gelenk gespritzt und entfalten dort ihre heilende Wirkung. Die Injektion eines vergleichbaren Fertigarzneimittels koste derzeit rund 1.000 Euro, betonten die Experten. Die gentechnische Therapie dagegen schlage mit nur 100 Euro pro Spritze zu Buche.

Grundlage der Therapie ist die Erkenntnis, dass die Entzündung der Gelenke und die Zerstörung der Knorpel durch bestimmte Eiweiße ausgelöst werden. Diese aggressiven Stoffe müssen unschädlich gemacht werden. Der Clou bei der neuen Therapie ist nach Angaben der Experten eine spezielle Spritze zur Blutabnahme: Sie enthält kleine Kügelchen, die mit Arthrose hemmenden Genen beschichtet sind. Im Blut bilden sich dann in hoher Konzentration die Gegenspieler der schädlichen Eiweiße.

Sechs bis acht Millionen Menschen leiden in Deutschland an behandlungsbedürftigem Verschleiß der Gelenke.Wenn weitere klinische Untersuchungen die Ergebnisse der ersten Pilotstudie bestätigen, könnte die Injektion mit entzündungshemmenden Proteinen nach Angaben der Experten routinemäßig durchgeführt werden.

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