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Behaupteter Handelsstart erwartet

Die Wall Street dürfte knapp behauptet eröffnen. Der S&P 500 Future deutet mit einem Punkt ins Minus. Der Eröffnungsindikator der Nasdaq liegt mit acht Punkten in der Verlustzone. Marktteilnehmer machen sich erneut Sorgen um die Erholung der US-Wirtschaft.

Die jüngsten Wirtschaftsdaten sind schlechter ausgefallen als erwartet. Die Die Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung stiegen in der vergangenen Woche um 33000 auf 385 000. Zudem rechnen die Analysten der HSBC Bank damit, dass der Dollar schwächer werden könnte. Die Hoffnung auf eine schnelle Erholung der US-Wirtschaft hatte die Währung bisher gestützt. Doch die Zuversicht schwinde nun. Zu den am meisten gehandelten Aktien zählten am Morgen die Titel von Sun Microsystems, Cisco Systems und Ericsson. Sun Microsystems verliert trotz positiver Analystenkommentare von Goldman Sachs vorbörslich fünf Prozent.

Die Experten von Goldman Sachs halten die Allianz zwischen Sun Microsystems und dem japanischen Elektrokonzern Hitachi für besonders erfolgsversprechend. Es handele sich um eine Kooperation, bei dem sich Milliarden verdienen ließen. Gemeinsam wollen Sun und Hitachi ihre Produkte aus dem Hardwarespeicher-Bereich vermarkten.

Nortel Networks gesellt sich zu den am meisten gehandelten Aktien, nachdem der Hersteller von Telekommunikationskomponenten bekannt gab, durch die Ausgabe von Wandelanleihen rund eine Milliarde Dollar in die Kasse holen zu wollen. Mit dem zusätzlichen Kapital plant das Management Unternehmen aufzukaufen. Die Aktie fällt im außerbörslichen Handel um drei Prozent.

Die Aktien der Brokerhäuser dürften heute unter Druck geraten. Die Analysten von UBS Warburg reduzierten die Prognosen für das dritte Quartal, das laufende und das kommende Geschäftsjahr sowohl für Goldman Sachs und Lehman Brothers als auch Merrill Lynch und Morgan Stanley Dean Witter. Schlechte Fundamentaldaten machen dem Sektor zu schaffen. Neben der lahmenden US-Wirtschaft, der schlechten Situation auf dem Aktienmarkt belastet auch das niedrige Transaktionsvolumen des Investmentbank-Bereichs die Unternehmensentwicklung.

Personalien gibt heute im Internetsektor. Yahoo hat einen weiteren Abgang in der Chefetage zu beklagen. Marketingchefin Karen Edwards, die dem weltgrößten Internetportal seit der Gründungsstunde angehörte und dem Unternehmen zu einem bekannten Markennamen verhalf, verlässt nun das Unternehmen. In den vergangenen Monaten hatte bereits eine Reihe von Managern ihre Kündigung eingereicht.

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