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Behaupteter Handelsstart erwartet

Die Hoffnung, das Konsumentenvertrauen könnte im August gestiegen sein, beflügelte vorbörslich zunächst New Yorks Aktienmärkte. Die Mehrheit der Experten rechnet mit einem Anstieg von 116,5 auf 117,5 Punkte. Die Daten werden für morgen erwartet.

Doch trotz der allgemeinen Zuversicht auf gute Wirtschaftsdaten kippte die morgendlich gute Stimmung. Im außerbörslichen Handel drehen die ersten Werte in die Verlustzone. Vor allem die Gewinner der Freitagsrally könnten heute unter Gewinnmitnahmen leiden. Microsoft und Check Point Software rutschen als am meisten gehandelte Aktien in die Verlustzone. Auch bei Cisco Systems lösen die Aktionäre einen Teil ihrer Gewinne ein, nachdem der weltgrößte Netzwerkausrüster am Freitag die Geschäftsprognosen für das laufende Quartal bestätigte und damit zu den größten Gewinnern gehört hatte. Auch Applied Materials und Ciena dürften unter Gewinnmitnahmen leiden. Qualcomm und Broadcom halten sich dagegen wacker in der Gewinnzone.

Die Eröffnungsindikatoren der US-Börsen deuten nun auf einen knapp behaupteten Handelsstart, nachdem sie ihrer morgendlichen Punktgewinne wieder abgegeben haben. Der S&P 500 Future liegt mit fast einem Punkten im Minus. Der Eröffnungsindikator des Nasdaq Index rutscht drei Punkte ins negative Terrain.

Schwächer notieren dürften zum Wochenauftakt die Aktien der Brokerhäuser. Denn der Kommentar von Investmenthaus Goldman Sachs lautet: für die Branche bleibt es weiterhin schwierig. Die Papiere notieren im Durchschnitt fast 35 Prozent unter ihren Höchstständen. Gemessen am Buchwert ist der Sektor so niedrig bewertet wie seit der Asienkrise im Jahr 1998 nicht mehr. Die Wachstumsraten der Branche drohen durch die Flaute im Rentenhandel weiter unter Druck zu geraten. Steigende Kreditausfälle im Hochzinsbereich gekoppelt mit einem weltweit rückläufigen Volumen von neuen Unternehmensanleihen dürften die Unternehmensgewinne belasten. Goldman Sachs rät Investoren daher, die Aktienbestände nur sehr zögerlich aufzubauen. Die Experten reduzieren die Erwartungen für Morgan Stanley Dean Witter. Auch die Papiere von Charles Schwab und E*Trade könnten unter Druck geraten.

Schlechte Nachrichten kosten Hugh Electronics am Morgen Punkte. Der Betreiber des Satteliten-Fernesehsenders "Direct TV" will in den USA rund zehn Prozent der Belegschaft und damit fast 800 Angestellte entlassen. Damit versucht das Unternehmen Kosten zu senken, um der weiterhin kränkelnden US-Wirtschaft entgegen zu wirken.

Das Papier von Videogigant Blockbuster tendiert zum Wochenauftakt ebenfalls leichter, nachdem Befürchtungen laut werden, das Gewinnwachstum der größten US-Videothekkette könnte geringer ausfallen, als bisher erwartet. Blockbuster könnte verschärft Konkurrenz von einem Joint-Venture von fünf Filmstudios bekommen, das dem Kunden die Filme per Internet liefert, berichtet das US-Anlegermagazin Barron´s in der neuesten Ausgabe.

Kursgewinne dürfte dagegen die Aktie von Amgen einfahren. Die Zulassung des Anämiemittel Aranesp und des Arthritismedikament Kineret dürfte bis Jahresende erfolgt sein, prognostizieren die Analysten von Goldman Sachs. Die Analysten errechnen für Aranesp ein Marktpotenzial von drei Milliarden Dollar. Für Kineret schätzen sie das Absatzpotenzial auf mindestens 300 Millionen Dollar. Die Experten empfehlen die Aktie von Amgen weiterhin zum "Kauf".

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