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Behaupteter Wochenstart erwartet

Die US-Futures deuten auf einen behaupteten Start in die Handelswoche. Die größte Welle an Quartalsergebnissen dürfte die Anleger bereits erreicht haben. Und so kalt wie erwartet, war das Wasser dann doch nicht.

Die Mehrheit der Unternehmen veröffentlichte trotz der rückläufigen Gewinn- und Umsatzentwicklung bessere Ergebnisse als erwartet. Nachdem rund 80 Prozent der im S&P 500 notierten Unternehmen die Ergebnisse des zweiten Quartals vorgelegt haben, rechnen die Brokerhäuser Credit Suisse, J.P. Morgan und UBS Warburg für das laufende Geschäftsjahr zwar mit sinkenden Gewinnen. Die Experten der Credit Suisse rechnen mit einen Ergebnisrückgang von voraussichtlich neun Prozent. Im kommenden Geschäftsjahr soll es mit den Gewinnen aber wieder um 15 Prozent nach oben gehen. Basierend auf diesen neuen Prognosen könnte der S&P 500 Index in den kommenden 18 Monaten ein Anstiegspotenzial von rund 25 Prozent haben. Die Anleger hoffen einmal mehr auf Zeichen, dass eine baldige Erholung der US-Konjunktur in Sicht ist.

Gespannt warten die Markteilnehmer zudem auf die für Dienstag angekündigte Veröffentlichung der Juli-Daten zum Verbrauchervertrauen. Die Mehrheit der Experten rechnet mit einem leichten Anstieg auf 118,5 Punkte, den bisher höchsten Indexstand in diesem Jahr. Doch ob die Prognosen erfüllt werden, wird sich zeigen. Erst am Freitag hatte der von der Universität von Michigan veröffentlichte Index zum Verbrauchervertrauen darauf hingedeutet, dass die Zuversicht US-Konsumenten in die Erholung der US-Konjunktur im vergangenen Monat nachgelassen hat. Statt wie erwartet auf dem Vormonatsniveau zu bleiben, verlor der Index im Juli leicht an Punkten.

Erfreuliche Kommentare sorgen bei Advanced Micro Devices und Phillips Petroleum für Auftrieb. Die Aktien von Advanced Micro Devices sind billiger als die des Konkurrenten Intel und seien obendrein unterbewertet. Mit diesen Worten macht ein Bericht im Anlegermagazin Barron´s die Aktie des Chipherstellers zu einer der am meisten gehandelten Aktien zum Wochenbeginn. Von einem Bericht im Barron´s profitiert am Morgen auch die Aktie von Phillips Petroleum. Nach Aussagen eines Fondsmanagers von Petrie, Parkman & Co haben die Aktien des Ölkonzerns für die kommenden zwölf Monate ein Kurspotenzial von 80 Dollar. Die Aktie schloss am Freitag bei 57 Dollar pro Aktie.

Vorbörslich gefragt sind auch die Aktien der Mobiltelefonhersteller. Handyhersteller Motorola wird morgen in Chicago eine Analystenkonferenz abhalten. Die Analysten von Credit Suisse First Boston erwarten keine brisanten Neuigkeiten, rechnen aber mit positiven Prognosen. Motorola ist momentan marktführend in der neuen GPRS Mobilfunktechnologie und wird sich auf diesen Marktbereich konzentrieren, so die Experten. Sie raten zum Kauf. Die Aktien von Nokia und Ericsson notieren im außerbörslichen Handel ebenfalls im Plus.

Neuigkeiten sorgen bei General Electric für Bewegung. Der Mischkonzern wird im Finanzbereich expandieren. GE Capital, der Finanzbereich von General Electric, übernimmt Heller Financial für 5,3 Milliarden Dollar in bar. Der Finanzdienstleister ist auf die Vergabe von Krediten an kleine und mittelständische Unternehmen spezialisiert. Im abgelaufenen Jahr erzielte Heller Financial eine Gewinnmarge von 28 Prozent.

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