Behelfsdeich aufgeweicht
Lage in Bitterfeld verschärft sich dramatisch

Die Situation in Bitterfeld hat sich am Abend ungeachtet des Einsatzes tausender freiwilliger Helferdramatisch zugespitzt. Das Wasser aus dem nahe gelegenen Goitzschesee sei in die Stadt vorgedrungen, erklärte ein Sprecher des Katastrophenstabes am Freitagabend.

dpa/rtr BITTERFELD. "In Teilen der Altstadt ist Land unter." Die Keller der Häuser seien größtenteils voll gelaufen.

Es sei jedoch gelungen, von der Mulde einen Durchbruch zu einem alten Tagebaustollen zu schaffen. Dadurch werde der Zufluss zum Goitzschesee vermindert. Dennoch stieg der Wasserspiegel der Goitzsche weiter an. Die Einsatzkräfte gaben die Bundesstraße 100 auf. Die Helfer zwischen Bitterfeld und Friedersdorf wurden abgezogen. Das Wasser lief aus der randvollen Goitzsche über die Straße in unbewohntes Gebiet. Allerdings erreichte die Flut auch mehrere Häuser in Friedersdorf sowie eine Tankstelle.

Die Helfer legten nicht nur Sandsäcke, sondern auch mit Sand gefüllte Plastiktüten am Ufer des Sees ab. "Man nutzt alles, was machbar ist", kommentierte dies der Sprecher des Katastrophenstabes. Zugleich lobte er den Einsatz der freiwilligen Helfer, die von hunderten Mitarbeitern des technischen Hilfswerkes und Soldaten der Bundeswehr unterstützt wurden. "Es ist Wahnsinn, was die Leute hier leisten."

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