Behindertensport
Deutschland auf Platz zwei

Nach schwachem Abschneiden bei den Paralympics 2000 in Sydney setzen die deutschen Behindertensportler bei der Leichtathletik-WM im französischen Lille ihr erfolgreiches Comeback unter den Top-Nationen fort.

HB LILLE. Am fünften Wettkampftag waren es wiederum die Werfer, die die Bilanz mit zwei Mal Gold aufstockten. Nach Medaillen im Kugelstoßen und Diskuswerfen holte sich die gelähmte 48-jährige Thüringerin Birgit Pohl (TSV Gera) im Speerwerfen der kombinierten sitzenden Klasse den Titel. Die 33-jährige Michaela Daamen (Bayer Leverkusen) wurde Weltmeisterin im Diskuswerfen bei den Amputierten und verbesserte dabei den Weltrekord der Amerikanerin Karen Lewis um 13 Zentimeter auf 33,17 Meter.

Auch die Rollstuhlfahrer trugen zur Medaillenausbeute bei. Der 25- jährige Stefan Strobel gewann in der Tetraklasse ebenso Silber über 200 m wie die 4 x 100-m-Staffel mit dem erst 17-jährigen Sebastian Cleem (Erfurt), Robert Figl (Mannheim), Ralph Brunner (Kaufbeuren) und Reinhard Berner (Mülheim). Yvonne Sehmisch (Cottbus) erfuhr sich Bronze über 400 Meter. Dritter auf der Stadionrunde wurde auch der unterschenkelamputierte Marcus Ehm (Wattenscheid).

In der Länderwertung liegt das Team des Deutschen Behindertensport-Verbandes (DBS) nach der Zahl der gewonnenen Medaillen damit nun mit 27 (5/7/15) an zweiter Stelle hinter der zahlenmäßig starken Mannschaft aus China (36 - 8/19/9), aber noch vor den bei den Paralympics dominierenden Australiern (24 - 7/8/9).

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