Behler: Ideologische Scheuklappen analysieren
NRW kündigt Konsequenzen aus "Pisa"-Studie an

Nach dem miserablen Abschneiden deutscher Schüler beim internationalen Schultest "Pisa" hat die nordrhein- westfälische Bildungsministerin Gabriele Behler (SPD) umfangreiche Konsequenzen angekündigt.

dpa DÜSELDORF. Die Sozialdemokratin benannte am Montag in Düsseldorf zentrale Handlungsfelder, die sie gemeinsam mit der Kultusministerkonferenz reformieren möchte. Die SPD-Landtagsfraktion hat für die nächste Plenarwoche eine Aktuelle Stunde im Düsseldorfer Parlament zu der Studie beantragt.

Beunruhigend seien vor allem die schlechten Ergebnisse deutscher Schüler beim Lesen und Verstehen von Texten, so Behler. Daher müsse künftig schon vor der Einschulung an einer Verbesserung der Sprach- Kompetenz der Kinder unter Einbeziehung der Kindergärten gearbeitet werden.

"Eine hohe Bildungsbeteiligung aller Bevölkerungsschichten muss unser Ziel bleiben", betonte die Ministerin. Um Kinder mit einem schlechten Lernumfeld besser zu fördern, seien schulische Ganztagsangebote vordringlich auszubauen. Für Kinder aus Zuwandererfamilien sollten Aufbau-Sprachkurse organisiert werden. Schließlich gehöre auch eine Reform der Lehreraus- und weiterbildung sowie eine Qualitätssteigerung des Unterrichts zu den jetzt erforderlichen Konsequenzen, unterstrich Behler. "Das schlechte Abschneiden unserer Schüler hat nicht nur eine, sondern viele Ursachen. Deshalb dürfen wir uns nicht scheuen, "Pisa" ohne ideologische Scheuklappen zu analysieren.

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