Behörden befürchten neue Stürme
Überschwemmungen in Großbritannien fordern zwei Todesopfer

ap LONDON. Die schweren Überschwemmungen in Großbritannien haben am Montag zwei Menschenleben gefordert. Die Polizei erklärte, in Westengland sei nach starken Böen ein Baum auf ein Auto gefallen. Zwei Personen seien getötet worden, der Fahrer wurde schwer verletzt. Unterdessen trat der Fluss Uck in Uckfield, 50 Kilometer südlich von London, zum zweiten Mal innerhalb von drei Wochen über die Ufer. Nach Angaben der Feuerwehr entstand geringer Sachschaden; die Feuerwehrleute schützten die Häuser mit Sandsäcken. In Frankreich blieben die vorhergesagten Stürme aus.

Die britische Umweltbehörde erklärte, in East Sussex seien in der Nacht zum Montag 60 Millimeter Regen gefallen. "Die Situation wird sich verschlechtern. Mehr Stürme werden kommen", sagte Behördensprecher Ray Kemp. In Hampshire südwestlich von London standen in den Dörfern Exton und West Meon mehrere Häuser etwa ein Meter unter Wasser. In Dorchester wurden etwa 100 Häuser vorsorglich evakuiert, nach offiziellen Angaben wurde jedoch keins überschwemmt. In Irland waren am Sonntagabend 2 000 Häuser ohne Strom. Die Bahnverbindung zwischen Dublin und Belfast wurde am Montag eingestellt, nachdem ein Baum auf die Schienen gefallen war.

Erwartete Stürme in rankreich bleiben aus

Behördensprecher Andre Benkemoun erklärte, die Nacht zum Montag sei in Frankreich ruhiger verlaufen als erwartet. In der Region Loire habe es stark geregnet, Feuerwehrleute wurden zu 300 Einsätzen gerufen, meist habe es sich dabei aber um voll gelaufene Keller gehandelt. Der nationale Wetterdienst Meteo-France hatte am Sonntagabend Stürme für den nördlichen Teil des Landes vorhergesagt. In der Region Gironde wurden an der Küste Böen mit Windgeschwindigkeiten bis 105 Kilometer in der Stunde gemessen, Meteo-France hatte mit Geschwindigkeiten bis 145 Stundenkilometer gerechnet.

Der Atomreaktor Blayais im Süden von Gironde wurde wegen der Wetterbedingungen abgeschaltet. Der Direktor der Anlage, Philippe Sasseigne, erklärte, es handele sich nur um eine Vorsichtsmaßnahme.



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