Behörden sagen "Nein"
Jordanien verbietet Protestmarsch gegen Irak-Krieg

Die Behörden in der jordanischen Hauptstadt Amman haben einen für kommenden Freitag geplanten Protestmarsch gegen einen Irak-Krieg der USA verboten.

HB/dpa AMMAN. Der Gouverneur von Amman, Abdul Karim Malahme, habe einen Antrag des Jordanischen Nationalen Mobilisierungskomitees für die Verteidigung des Irak abgelehnt, berichtete die "Jordan Times" am Dienstag.

Das Komitee wollte sich für den Protest mit jordanischen Oppositionsparteien verbünden. Demonstrationen sind in Jordanien wieder erlaubt, nachdem die Regierung im Februar nach zehn Monaten ein entsprechendes Verbot aufgehoben hatte. Einen Protest der Muslimischen Zentrumspartei in der nördlichen Stadt Salt hatten die Behörden mit der Begründung abgesagt, die Veranstaltung sei nicht früh genug beantragt worden. Eine Irak-Demonstration der jordanischen Opposition in Irbid war im Streit um die Marschroute abgesagt worden. Die Mehrheit der jordanischen Bevölkerung lehnt einen neuen Golfkrieg ab. Die Position des jordanischen Königs Abdullah II. zu den Kriegsplänen wird von ausländischen Beobachter mit "widerstrebende passive Unterstützung" beschrieben.

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